[Rezension] Pretty Baby - Das unbekannte Mädchen von Mary Kubica


© Coverrecht: HarperCollins
Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 18.07.2016
Verlag: HarperCollins
ISBN:  978-3-95967-033-3
Preis: 16,99€
Seiten: 304
Originaltitel: Pretty Baby
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Als ich sie das erste Mal sehe, steht sie auf dem Bahnsteig an der Fullerton Station und hält in ihren Armen fest umklammert einen Säugling.

Inhalt:
Heidi Wood hatte schon immer eine sehr soziale Ader. Sie arbeitet in einer gemeinnützigen Agentur mit Immigranten und kümmert sich zu Hause um ihren Mann Chris und ihre Tochter Zoe. Als sie eines Tages das obdachlose Mädchen Willow zusammen mit einem Baby mit nach Hause bringt, geht sie in den Augen ihres Ehemannes zu weit. Niemand weiß etwas über das Mädchen und so beginnt Chris eigene Nachforschungen anzustellen. Während einer längeren Dienstreise sorgt er sich um seine kleine Familie. Vor allem Heidi scheint sich Stück für Stück zu verändern und Chris ist ratlos was die Beziehung zu dem fremden Mädchen wirklich mit seiner Frau anstellen wird. 


Meine Meinung: 
Der Klappentext von Mary Kubicas Buch „Pretty Baby“ hat mir sehr gut gefallen und ich war froh es zeitnah in die Hände bekommen zu haben. Das Buch benötigt ein wenig Anlaufzeit und ich habe mich tatsächlich etwas schwer getan damit. Nach dem ersten Zusammentreffen von Heidi und Willow wurde die Geschichte interessanter. Von aufkommender Spannung kann man an dieser Stelle aber noch lange nicht sprechen. Zunächst lernt der Leser erst mal Heidis Familie kennen, wodurch der Leser sehr gut in das Leben und die Lebenssituation der Familie eintauchen kann.

Erst nachdem der Leser die Familie kennen gelernt hat, stößt Willow mit dem Baby hinzu. Das bisherige Leben der beiden bleibt lange Zeit im Dunkeln. Einige Zwischenkapitel geben kleine Einblicke in die Vergangenheit von Willow und nach und nach erfährt der Leser immer mehr und beginnt zu verstehen, was in dem Mädchen vor sich geht. Die Rückblicke haben mir gut gefallen, auch wenn sie mehr als schrecklich sind.

Als Charakter konnte ich Willow lange nicht richtig einschätzen und auch bei den anderen Charakteren ging es mir ähnlich. Alle waren mir ein wenig suspekt und jeder von ihnen hätte ein böses Geheimnis verbergen können. Auch bin ich mit niemanden wirklich warm geworden, was aber in Ordnung ist, wenn man das Genre berücksichtigt. Bei einem Psycho-Thriller müssen die Personen ein wenig undurchsichtig sein. Heidi war zu Beginn eigentlich in Ordnung, aber auch sie ändert sich drastisch, als Willow zur Familie stößt.

Für mich lag das größte Problem beim Genre des Buchs und den damit verbundenen Erwartungen an die Handlung. Das dieses Buch ein Psycho-Thriller sein soll, kann ich leider nicht nachvollziehen. Psycho ja, Thriller nein. Mit einem Thriller hat das Buch wirklich wenig zu tun und ich würde es eher als Psycho-Drama bezeichnen. Ich habe die ganze Zeit auf den großen Knall am Ende des Buches gewartet, doch dieser blieb leider aus.

Wie ihr vielleicht merkt, bin ich hin und her gerissen. Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben. Ich habe die ganze Zeit mitgerätselt, was die Geschichte rund um Willow alles so hervorbringen wird. Das Ende war sehr überraschend und ein wenig verstörend. Trotz allem war ich leider nicht so gefesselt vom Buch, was zum Teil mit meinen Erwartungen an dieses Buch zu tun hat. 

Vielen Dank an Blogg dein Buch und an HarperCollins für die Bereitstellung dieses Leseexemplares!

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