[Rezension] Der eine Andere von Catharina Clas


© Coverrecht: bloomoon
Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 14.04.2016
Verlag: bloomoon
ISBN: 978-3-8458-1125-3
Preis: 12,99€
Seiten: 208
Altersempfehlung: 14 -17 Jahre
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Emmy quiekte erschrochen auf, als sie um die Hüfte gepackt wurde.

Inhalt:
Emmy ist 17 Jahre jung und bereits längere Zeit mit ihrem Freund Jo zusammen. Nun möchte sie etwas Schwung in die Beziehung bringen und zusammen mit ihm in den Ferien in den Urlaub fahren. Als Jo jedoch ablehnt, weil sein guter Freund Sam in die Stadt kommt, um Bauarbeiten am Grundstück der Familie voran zu treiben, kann Emmy ihre Enttäuschung nur schwer verbergen. Es ist klar, dass Emmy Sam schon vor dem ersten Aufeinandertreffen nicht ausstehen kann, da er alle ihre Pläne durchkreuzt hat. Nach dem ersten Aufeinandertreffen ist Emmy sich sicher, dass sie diesen ungehobelten und unfreundlichen Typen nie leiden können wird. Nur scheint ihr Körper das noch nicht mitbekommen zu haben, denn je häufiger sie ihn sieht, desto stärker und schneller schlägt ihr Herz.


Meine Meinung: 
Das Buch „Der eine Andere“ von Catharina Clas fiel mir erstmals aufgrund des gelungenen Covers auf. Die warmen Farbtöne und zwei Personen die im Sand stehen, lassen gleich ein sommerliches Gefühl aufkommen. Auch der Klappentext hat mich direkt angesprochen und so freute ich mich auf eine schöne Liebesgeschichte zum Träumen. Leider konnte mich der Inhalt des Buches dann nicht so überzeugen wie das Äußere. Viele Faktoren trüben das Lesevergnügen und so ließ mich das Buch am Ende etwas genervt zurück.

Der Einstieg in die Geschichte gelingt problemlos. Der Leser wird direkt in das Leben von Emmy katapultiert und lernt auch gleich ihren Freund Jo kennen. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu Lesen. Zu Beginn trägt dieser dazu bei, dass man die ersten Kapitel zügig durchlesen kann. Schnell bekam ich jedoch das Gefühl, viel mehr wissen zu wollen als die Autorin preiszugeben bereit war. Die Handlung verlief immer schneller und schneller, sodass ich das Gefühl hatte, gedanklich nicht hinterher zu kommen. Dem Buch fehlte es an Tiefe und viele Themen und Handlungen wurden nur oberflächlich angekratzt. Auch der Wechsel zwischen den Kapiteln wurde schnell sehr ruckartig, da oft große Zeitspannen ausgelassen wurden. Hin und wieder war ich zu Beginn eines Kapitels sehr verwirrt und musste mich erst wieder in die Geschichte hinein finden.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Charaktere des Buches. Besonders möchte ich hierbei auf Emmy, Jo und Sam eingehen. Keiner der drei war mir wirklich sympathisch und ich konnte mich bis zum Ende mit niemandem wirklich identifizieren. Die Oberflächlichkeit der Handlung setzte sich auch bei den Charakteren fort, was das Ganze nicht unbedingt leichter macht.
Emmy ist 17 Jahre alt. Mein erster Eindruck, dass sie kindisch und sehr naiv ist, blieb bis zum Ende des Buches bestehen. Leider nervte sie mich sehr schnell, da sie sich häufig unsicher zeigte und ihre zickige Seite nach Außen kehrt. Sie ist sprunghaft und denkt nicht weiter als bis zur Nasenspitze. Ihren Freund Jo konnte ich direkt zu Beginn nicht leiden. Er verleitet Emmy zum Schulschwänzen und behandelt sie hin und wieder wie ein Kind. Ich musste jedoch irgendwann feststellen, dass der erste Eindruck getäuscht hat und so war er am Ende die Person, die ich noch am meisten leiden konnte. Sam fand ich anfangs wirklich interessant aber auch er entwickelte sich negativ durch seine überhebliche Art. Im Verlauf der Handlung wurde Sam mir immer unsympathischer.

Das Ende des Buches ließ mich zwiegespalten zurück. Die Wendung am Ende ist sehr überraschend und ich hatte absolut nichts davon erwartet. Die Wendung bzw. Überraschung fand ich zwar sehr erfrischend, die Handlung und die Verhaltensweise der Charaktere jedoch fragwürdig.
Insgesamt war das Buch trotz allem schnell lesbar und einige Kleinigkeiten, die am Ende aufgelöst werden empfand ich als sehr witzig. Im Großen und Ganzen lässt mich das Buch aber enttäuscht zurück, so dass ich dem Buch nur knapp drei Sterne geben kann.

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