[Rezension] Eindeutig Liebe von Jessica Thompson


© Coverrecht: Bastei Lübbe
Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 21.09.2012
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-16787-6
Preis: 9,99€
Seiten: 462
Originaltitel: This is a Love Story
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Heute Morgen sitzt mit im Zug ein Pärchen gegenüber.

Inhalt:
Ein Mann und eine Frau, die das erst mal in der Bahn aufeinandertreffen und kurze Zeit später feststellen, dass sie Kollegen sind und von nun an zusammenarbeiten. Ein Mann und eine Frau, die sich vom ersten Augenblick an bedingungslos lieben und trotzdem nur beste Freunde werden. Ein Mann und eine Frau, die alles übereinander wissen, sich in und auswendig kennen und trotzdem nicht zueinander finden. Genau das sind Nick und Sienna. Schnell werden die beiden die besten Freunde und von Jahr zu Jahr kennen sie sich immer besser, bis nur noch ein Geheimnis bleibt, welches beidem von dem jeweils anderen nicht wissen.


Meine Meinung: 
Das Buch liegt schon ein paar Jahre auf meinem SuB und bisher hatte ich nicht das Bedürfnis verspürt, dieses Buch zu lesen. Als ich nun aber auf der Suche nach einer locker leichten Liebesgeschichte war, kam dieses Buch genau richtig. Auch wenn es im Endeffekt eben nicht jene Leichtigkeit mitgebracht hat, die ich mir erhofft hatte, war es eine schöne Geschichte für zwischendurch.

Die Handlung wird abwechselnd aus der Sicht von Sienna und Nick geschildert. Zu Beginn eines jeden Kapitels ist der Name der aktuell sprechenden Person angegeben, sodass der Leser der Handlung problemlos folgen kann. Durch die zwei Sichtweisen weiß man genau, was Sienna und Nick denken und fühlen. Hinzu kommt, dass die Geschichte gut geschrieben ist und die Autorin es einem leicht macht der Handlung zu folgen. Das einzig Verwirrende waren die Zeitsprünge. Es gibt Szenen, die aus der Sicht von Nick und Sienna geschildert werden, wodurch die Autorin die Handlung hin und wieder „zurückspulen“ musste. Ansonsten gab es mehrere große Sprünge nach vorn, da die Handlung sich über mehrere Jahre zieht. Diese waren zu Beginn etwas verwirrend, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt.

Sienna ist eine sehr liebe Person, die jeder mag. Sie hat ihre Geheimnisse und wirkt oft sehr verletzlich, auch wenn sich ihr Charakter sehr verändert je weiter die Zeit voranschreitet. Sie ist immer darauf bedacht andere nicht zu verärgern und stellt sich selbst hinten an, um anderen zu helfen. Auch wenn ich sie mochte, bin ich nie ganz warm mit ihr geworden. Wieso das so war, kann ich nicht sagen, aber irgendeine Barriere war immer da.
Nick präsentiert sich nach Außen komplett anders, als seine Gedanken dies vermuten lassen würden. Auf andere wirkt er selbstbewusst, lustig und unbekümmert. In Wahrheit ist er aber unsicher und grüblerisch. Ich konnte diese zwei Bilder nicht wirklich zu einem zusammenfügen und hatte also auch mit ihm meine Probleme.
Zusammen sind Sienna und Nick super und die Freundschaft bedeutet beiden alles. Jede Handlung und jede Tat zeigt, wie sehr sie einander lieben und in manchen Szenen musste ich mich doch fragen, ob die beiden taub und blind waren, da die Gefühle des jeweils anderen so offensichtlich waren.

Weitere Charaktere waren der Vater von Sienna und Pete. Siennas Vater ist eine herzensgute Seele und ich mochte ihn wirklich gern. Sein Schicksal hat mich sehr berührt und ich habe eine Art Hochachtung für ihn empfunden. Pete ist ein Obdachloser, mit dem sich Sienna anfreundet. Er spielt eine wichtige Rolle im Buch und auch ihn mochte ich sehr. Seine Geschichte ging mir ans Herz und berührte mich. Zum Glück hat Sienna alles in ihrer Macht stehende getan, um ihm das Leben etwas angenehmer zu machen.

Die Handlung zieht sich über mehr als fünf Jahre und das hat mich in der Tat sehr überrascht. Auch wenn die meisten Szenen vorhersehbar waren und ich wusste, dass sich meine Hoffnungen für Sienna und Nick nicht so schnell erfüllen würden, habe ich die ganze Zeit mitgefiebert, was bei mehr als 450 Seiten etwas anstrengend sein kann. Für Zwischendurch ist dieses Buch sehr nett. Mich konnte es leider wenig überraschen und der Wow-Effekt blieb leider aus.



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