[Reisebericht: Island] Wasserfälle Barnafoss & Hraunfossar

Der Barnafoss (Wasserfall der Kinder) liegt 1,5 Stunden von Reykjavik entfernt, in der Nähe der Halbinsel Snæfellsnes. Die Geschichte, die sich um den Wasserfall rankt und diesem auch den Namen gab, ist etwas gruselig (was übrigens viele der isländischen Geschichten und Saagen sind). Als eine Familie, die in der Nähe des Barnafoss wohnte, zur Weihnachtsmesse fuhr, blieben zwei der Kinder zu Hause. Als die Familie zurück kam, waren beide Kinder verschwunden. Ihre Spuren führten zu einem natürlichen Steinbogen am Wasserfall, in welchem sie vermutlich ertrunken waren. Die Mutter ließ die Brücke abreißen, damit soetwas nicht noch einmal passieren konnte. Der Fluss Hvítá muss sich durch eine sehr enge Gesteinsstelle schlängeln, an welcher das Wasser mit einer enormen Geschwindigkeit und hohem Druck durchschießt.

Ein nur kurzes Stück flussabwärt befindet sich der Hraunfossar, eine echte Augenweide. Auf einer Länge von etwa 700 Metern fließen über hundert kleine Wasserfälle in den Fluss. Etwas Flussaufwärts, ca. einen Kilometer, fließt ein kleiner Seitenarm des Flusses Hvitáin in das angrenzende Lavafeld. Nach einem Kilometer tritt das Wasser aus dem porösen Gestein wieder an die Oberfläche und bildet so die vielen kleinen Wasserfälle. 

Dieses Gebiet ist wirklich wunderschön und es lohnt sich einen Abstecher zu machen. Von Reykjavik aus folgt ihr der Straße 1 Richtung Borgarnes. Ein kurzes Stück vor Borganes biegt ihr rechts auf die Straße Nr. 50 und dann wieder rechts auf die 518. Ein Parkplatz befindet sich direkt am Hraunfossar und eine Fußgängerbrücke führt über dem Fluss zum Barnafoss.





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