[Rezension] Eene Meene. Einer lebt, einer stirbt von M. J. Arlidge


© Coverrecht: Rowohlt Taschenbuch
Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 02.05.2014
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
ISBN: 978-3-499-23835-2
Preis: 9,99€
Seiten: 368
Originaltitel: Eeny Meeny
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Sam schläft.

Inhalt:
Das Muster bleibt immer gleich: zwei Personen, die an einen Ort gebracht werden, von dem sie nicht entkommen können. Immer griffbereit ist die Pistole mit nur einem Schuss und die Nachricht, dass einer sterben muss, damit der andere weiterleben kann. Die Flucht ist unmöglich und die Abstände zwischen den Taten werden immer kürzer. Helen Grace und ihr Team stehen vor einem Rätsel. Der Täter hinterlässt keine Spuren, keine Hinweise, nichts was ihnen helfen würde diese grausamen Taten zu verhindern. Doch nach und nach erkennt Helen ein Muster, welches sie nicht wahrhaben will. Doch irgendwann kann sie es nicht mehr leugnen und muss der grauenvollen Wahrheit ins Gesicht sehen.


Meine Meinung: 
Interessant ist das „Eene Meene. Einer lebt, einer stirbt“ von M. J. Arlidge sehr unterschiedlich bewertet wird. Es gibt sehr viele Leser, die absolut begeistert waren, aber auch einige, die viel am Buch auszusetzten hatten. Aus diesem Grund war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde. Interessant fand ich die Gestaltung des Covers. Damit sollte die Entscheidungssituation der Opfer im Buch verdeutlicht werden, was mir wirklich gut gefallen hat.

Das Buch beginnt unglaublich rasant und mit einem Knall. Ich war sehr geschockt, wie schnell die ersten beiden Opfer dem psychischen & physischen Verfall näher gerückt sind und was eine solch aussichtslose Situation aus einem Menschen machen kann. Genauso rasant wie die Handlung begonnen hat, geht es auch weiter. Kurze Kapitel (das Buch hat insgesamt 117 Kapitel), schnelle Perspektivwechsel und eine Tat nach der anderen bringen den Leser ganz schön ins Schwitzen und lassen einen mitfiebern . Die kurzen Kapitel haben mich nicht gestört und die ständigen Wechsel der Perspektive sorgen für einen guten Rundumblick auf das Geschehen. Besonders erschreckend sind die Szenen, die aus der Sicht der Opfer geschildert werden, da sich im Laufe der Zeit schlimmste Abgründe auftun.

Die Hauptprotagonistin ist die Ermittlerin Helen Grace. Sie ist ein sehr verschlossener Charakter und erst am Ende des Buches hatte ich das Gefühl sie wirklich kennenzulernen. Trotz allem war sie mir nicht unsympathisch. Ich mochte ihre nüchterne Art und ihren Arbeitseifer. Durch die vielen Opfer und Kollegen gibt es auch sehr viele Nebencharaktere. M. J. Arlidge sorgt dafür, dass einem alle Opfer zumindest zum Teil echt nah gegangen sind. Helens Partner Mark stand ich mit gemischten Gefühlen gegenüber, ich war nicht sein größter Fan aber ich fand es gut, wie sehr er sich bemüht hat.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, auch wenn er durch die vielen recht kurzen Kapitel recht ungewöhnlich war. Dieser Psychothriller hat mich vollkommen überzeugt und ich freue mich schon auf den nächsten Band „Schwarzes Herz“, welcher am 11.03.2016 erscheinen wird.

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