[Rezension] Witch Hunter von Virginia Boecker


© Coverrecht: dtv
Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 18.03.2016
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76135-2
Preis: 17,95€
Seiten: 400
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: The Witch Hunter
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Ich steh am Rand eines Platzes, auf dem sich die Menschen drängen.

Inhalt:
Elizabeth ist mit gerade einmal 16 Jahren die beste Hexenjägerin des Landes. Zusammen mit Caleb erledigt sie ihre Aufgaben gewissenhaft und ohne zu zögern. Seitdem Caleb sie als Kind gerettet hat, nachdem sie beide ihre Eltern durch die magisch erschaffene Pest verloren haben, sind sie unzertrennlich. Zusammen haben sie die kräftezehrende Ausbildung zum Hexenjäger überstanden und Kämpfen seitdem Seite an Seite. Als Elizabeth mit Kräutern in der Tasche aufgegriffen wird, verurteilt ihr Lehrmeister Blackwell sie wegen dem Besitz unerlaubter Hexenkräuter zum Tode. Ihre letzte Hoffnung ist Caleb, der verspricht sie aus dem Kerker zu befreien. Kurz vor ihrer Hinrichtung erscheint jedoch der mächtigste und meistgesuchte Hexenmeister des Landes und rettet sie aus dem Kerker. Schwankend zwischen Treue zu ihrem König und den Erzählungen des Hexenmeisters, weiß Elizabeth nicht mehr was Wahrheit und was Lüge ist und auf welcher Seite sie eigentlich steht.


Meine Meinung: 
Auf das Buch bin ich schon durch das Verlagsprogramm aufmerksam geworden. Obwohl mir das Cover gefallen hat, war ich vom Klappentext nicht ganz überzeugt. Das Buch ist auch unter dem Schutzumschlag schön gestaltet, was mich immer sehr freut wenn ich den Umschlag ab mache und das Buch in eine Buchhülle packe. „Witch Hunter“ ist der Debütroman von Virginia Boecker und ich kann schon mal verraten, dass dies genauso gut ihr fünftes oder zehntes Buch hätte sein können.

Virginia Boecker lässt den Leser knallhart und direkt in die Geschichte einsteigen. Kein Geplänkel und keine Erzählungen , die den Beginn unnötig in die Länge ziehen. Ziemlich schnell beginnt die eigentliche Handlung und schon nach wenigen Seiten hatte mich das Buch vollkommen in seinen Bann gezogen. Trotz des flotten Beginns hatte ich keine Probleme in das Geschehen einzusteigen. Die Welt, welche von der Autorin erschaffen wurde, vereint fiktive und reale Elemente. Das 16. Jahrhundert ist für Jugendbücher ein recht ungewöhnliches Setting, aber Virginia Boecker schafft es perfekt das Maß zwischen der Stimmung des 16. Jahrhunderts und den Anforderungen an ein Jugendbuch umzusetzen.

Die Charaktere stellen, neben der fiktiven Welt, ein zweites Highlight da. Die Personen sind toll ausgearbeitet und bis ins Detail durchdacht. Elizabeth ist die Protagonistin und ich mochte sie von Beginn an. Sie ist stark und selbstbewusst und verhält sich wie eine Heldin. Von Seite zu Seite wächst ihr Charakter, was sie immer stärker macht. Die Handlung lebt zu einem Großteil auch von den Figuren um Elizabeth herum. Besonders gern hatte ich John, weil er sehr feinfühlig ist und es schafft über die Schatten seiner Vergangenheit zu springen. Aber auch Fifer ist mir ans Herz gewachsen, auch wenn sie am Anfang sehr misstrauisch und zickig scheint, steckt hinter der Fassade ein ganz anderer Mensch. Skyler stand ich zu Beginn sehr skeptisch gegenüber, aber auch er zeigt seinen wahren Charakter erst am Ende der Geschichte. Die einzige Person, mit der ich sehr gehadert habe war Caleb. Ich habe die ganze Zeit mitgefiebert und auf eine Kehrtwende gehofft. Das Ende hat mein Herz stocken lassen muss ich gestehen… ich war sehr überrascht. Alle Charaktere wandeln sich im Laufe der Geschichte was zum Teil vorhersehbar, zum Teil aber auch unerwartet war.

Die ganze Geschichte wird aus der Sicht von Elizabeth geschildert und ihre Gefühle und Gedanken haben sich auf mich übertragen. Die Spannung war von der ersten bis zur letzten Seite greifbar und zum Schluss knallt es gewaltig. Das Ende hatte es aber auch in anderer Sicht in sich. Elizabeth schwankt zwischen der Realität und Fantasievorstellungen und erst auf den letzten Seiten wusste ich was sich tatsächlich abgespielt hatte.

Neben der tollen Story und den sympathischen Charakteren ist auch der Schreibstil wichtig zu erwähnen. Das Buch ist flüssig zu lesen und Virginia Boecker baut immer wieder lustige und vor allem auch sarkastische Momente ein. Die Handlung ist gut durchdacht und scheinbar unwichtige Details spielen am Ende eine größere Rolle. Ich kann vor dieser Leistung nur meinen Hut ziehen und fiebere der Fortsetzung entgegen.


Kommentare:

  1. Hi,
    mich hat gerade überzeugt es doch noch zu lesen, weil du das mit dem 16. Jahrhundert erwähnt hast. Als Teenager habe ich eine zeitlang Bücher geradezu verschlungen, die in dieser Zeit gespielt haben. Darauf hätte ich wirklich mal wieder Lust. Und das mit Fantasy angereichert - klingt vielversprechend! Danke für den Anreiz:)

    Liebe Grüße
    Eli

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey,
      das Buch ist natürlich nicht der typische historische Roman aber besonders die Mischung aus dem 16. Jahrhundert mit Fantasy und Jugendbuch Elementen hat es mir wirklich angetan!
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Hallöchen,

    mir hat das Buch auch richtig gefallen ♥ Und ich sehe, du liest gerade "Living the Dream"?! Ein herrliches Buch, dass wundervoll, lustig und sehr unterhaltend ist!!!

    Ich lasse dann mal frech meinen Link da und würde mich über einen Besuch freuen,

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/2016/04/witch-hunter.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Mary,
      danke für deinen Besuch! Das Buch ist auch echt toll... ich freue mich schon auf den nächsten Teil!
      "Living the Dream" habe ich bereits durch. Ich mag es auch sehr gern, es ist ein lockeres und leichtes Buch, welches es einem leicht macht den Alltag zu vergessen!
      Liebe Grüße

      Löschen
    2. Auf jeden Fall ^^
      Und ohhh, Schattenschnitzer! Wie ist das Buch so? Liebäugele schon eine Weile damit...

      LG, Mary <3
      http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

      Löschen
    3. Haha... ich bin echt verwundert, wie viele Reaktionen ich auf das Buch "Der letzte Schattenschnitzer" bekomme. Wirklich krass. Ich habe es durch und muss sagen, dass ich noch etwas unschlüssig bin. Es war gut, aber auch schwierig mit ein paar kleineren Schwächen. Die Rezension kommt zeitnah, da so viele wissen wollen wie das Buch so ist^^

      Liebe Grüße

      Löschen