[Rezension] Drei Küsse für Aschenbrödel von Susan Mallery


© Coverrecht: Mira Taschenbuch
Informationen zum Buch (Paperback)
Erscheinungsdatum: 10.10.2014
Verlag: Mira Taschenbuch
ISBN:  978-3-95649-075-0
Preis: 9,99€
Seiten: 304
Originaltitel: A Fool´s God Christmas
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Was macht mehr Lärm: acht trappelnde Rentiere oder ein halbes Dutzend Kinder beim Holzschuhtanz?

Inhalt:
Evie ist professionelle Tänzerin, doch nachdem sie sich bei einem Unfall das Bein gebrochen hat, ist an professionelles Tanzen nicht mehr zu denken. Nach ihrer schweren Verletzung haben ihre Brüder sie nach Fool’s Gold geholt, damit sie sich erholen kann. Da Evie seit Jahren keinen Kontakt zu ihren Brüdern und ihrer Mutter mehr hatte, kann und will sie dieser aufgezwungenen Familienidylle nichts abgewinnen. Übergangsweise nimmt sie die freie Stelle in der örtlichen Tanzschule an und hat alle Hände voll damit zu tun die Tanzaufführung für das Weihnachtsfest mit den Kindern einzustudieren. Dante, der sein Büro direkt unter dem Tanzstudio hat, kann aufgrund des lauten Gepolters kaum arbeiten, doch an Ruhe ist nicht zu denken. Evie lässt sich von seiner Beschwerde nicht beeindrucken und lässt Dante abblitzen. Als sich herausstellt, dass Dante im Haus nebenan wohnt und sie dann auch noch spontan zum Abendessen einlädt, nimmt das Schicksal seinen Lauf.


Meine Meinung: 
„Drei Küsse für Aschenbrödel“ ist das erste Buch, welches ich von Susan Mallery lese und somit ist es auch mein erstes Zusammentreffen mit der eingeschworenen Gemeinschaft von Fool’s Gold. Bekommen habe ich das Buch im Zuge eines Adventskalender-Gewinnspiels und nun lag es schon ein ganzes Jahr auf meinem SuB. Auch wenn ich hin und wieder gern in solch rosa Wolken schwelge, sind mir Liebesromane oft zu vorhersehbar. Ein weiteres Problem hatte ich mit dem Cover, welches für meinen Geschmack etwas zu kitschig geraten ist.

Der Leser steigt direkt in die laufende Handlung ein, was durch den angenehmen Schreibstil der Autorin erleichtert wird. Zunächst lernt man Evie und Dante kennen. Beide waren mir direkt sympathisch und besonders Evie schloss ich direkt in mein Herz. Dante, welcher als Playboy verschrien ist, kam für mich nie als ein solcher rüber, weswegen ich ihn auch nie so sehen konnte. Für mich war er einfach jemand, der seine Gefühle unter Verschluss hält, um eine schlimme Erfahrung nicht noch einmal erleben zu müssen. Genau wegen dieser verletzten, sich selbst schützenden Art, wurde er mir von Seite zu Seite immer sympathischer. Je tiefer der Leser in die Geschichte eintaucht, umso mehr Bewohner von Fool’s Gold lernt der Leser kennen. Die vielen Namen waren zu Beginn etwas verwirrend, was sich dann aber relativ schnell wieder gelegt hat. Die Charaktere sind alle wirklich toll ausgearbeitet und selbst der kleinste Nebendarsteller bekommt von der Autorin ein eigenes Gesicht und einen eigenen Charakter.

Schwierigkeiten hatte ich, vor allem zu Beginn, mit der Erzählperspektive der Autorin. Mitten im Kapitel wechselt der Erzähler ohne ersichtlichen Hinweis darauf. Eben wird das Gespräch noch aus der Sicht von Dante geschildert und im nächsten Satz ist es Evie, die dem Leser Einblick in ihre Gedanken gibt. Gefallen hat mir hingegen der Humor und die spitzen Bemerkungen, welche besonders die Dialoge so lebendig erscheinen lassen. Ich wünschte ich hätte Evies Schlagfertigkeit.

Die gesamte Geschichte ist schön komponiert und beim Lesen fliegt man förmlich durch die Geschichte. Einige Dinge wurden mir zu häufig genannt, was mich irgendwann schon etwas genervt hat. Als Beispiel wäre hier Evie zu nennen, die sich immer wieder sagte, dass Dante ein Playboy ist und sie sich keine Hoffnungen zu machen braucht. Ich fand es toll, die Bewohner von Fool’s Gold kennen zu lernen und all die lustigen und zum Teil kuriosen Weihnachtstraditionen mitzuerleben. Die ganze Szenerie hat mich sehr stark an Stars Hollow von den Gilmore Girls erinnert und dadurch mochte ich all das noch ein wenig mehr.

Das Ende kam dann auf einmal sehr schnell daher. Zum einen war es komplett vorhersehbar, wie es bei Liebesromanen häufig der Fall ist. Zum anderen war es für meinen Geschmack zu kitschig und etwas übertrieben. Das Buch ließ mich mit gemischten Gefühlen zurück, da es doch einige Punkte gab, die mich gestört haben. Trotz allem konnte ich mich quasi in das Buch fallen lassen und abtauchen.

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