[Rezension] Glaubenssache: verbannt von Skye Winter


Quelle: Thalia
Informationen zum Buch (eBook)
Erscheinungsdatum: 03.10.2015
Verlag: Neobooks Self-Publishing
ISBN: 978-3-738-04196-5
Preis: 3,49€
Seiten: 651 (Print)
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Manchmal trifft man im Leben auf Umstände, die dieses in ein Vorher und ein Nachher teilen.

Inhalt:
Der dritte Weltkrieg ist schon einige Zeit her und die Bevölkerung hat sich aufgespalten. Ein kleiner Teil lebt in einer Art Gemeinschaft zusammen, zurückgezogen hinter den eigenen Mauern. Mit der Außenwelt wollen sie nichts zu tun haben, sie predigen Freundschaft, Frieden und Harmonie. Dass vielleicht noch etwas anderes hinter dieser Fassade steckt, kann sich Sara nicht vorstellen. Doch dann scheint alles um sie herum zu zerfallen. Ihre beste Freundin wird des Verrats beschuldigt und ihr bester Freund gerät wegen mehreren Vorfällen in Verruf. Was ist, wenn alles was sie ihr Leben lang geglaubt hat zu zerfallen droht?


Meine Meinung: 
Bei diesem Buch war es nicht das Cover, welches mich angesprochen hat, sondern der Klappentext, auch wenn dieser mich anfangs etwas in die Irre geführt hat. Den Grund dafür kann ich im Nachhinein selbst nicht mehr nachvollziehen. Für mich war dieses Buch ganz anders als die Dystopien, die ich bisher gelesen habe. Das Buch spielt in der Zukunft und erfüllt auch sonst alle Kriterien einer Dystopie. Trotz all dem hat das Buch etwas Reales an sich, da mich die Gemeinschaft stark an eine Sekte erinnert, so wie sie heute existieren. Weiterhin ist die Story für meinen Geschmack nicht ganz so düster wie andere Dystopien.

Die Geschichte wird aus unterschiedlichen Erzählperspektiven wiedergegeben, was dazu führt, dass man die wichtigsten Personen relativ gut kennen lernt und einen Einblick in ihre Gedanken bekommt. Trotzdem kann ich die Entscheidungen von manchen Personen immer noch nicht nachvollziehen. Etwas schwieriger fand ich den Wechsel der Erzählperspektive, da dieser auch innerhalb der Kapitel stattgefunden hat. Zwar gab es einen Absatz, doch dieser war für mich nicht ausreichend um einen Wechsel der Perspektive deutlich zu machen. Hin und wieder gab es auch Zeitsprünge, welche ebenso wenig ersichtlich waren. Beide Punkte haben mich sehr verwirrt und ich musste mich beim Lesen häufig neu orientieren.
Ein weiteres Problem war die Formatierung des eBooks. Hier schien etwas schief gelaufen zu sein und es gab falsche Absätze und fehlende Buchstaben. Die wird die Autorin jedoch überarbeiten, sodass dieses Problem in Zukunft nicht mehr auftreten sollte. Beim Lesen war dies jedoch schwierig, da der eigentlich flüssige Schreibstil immer wieder unterbrochen wurde.

Sara und Maya wohnen in einem Zimmer und sind die besten Freundinnen, obwohl beide komplett unterschiedlich ticken. Sara ist immer sehr ruhig und hält sich an die Regeln und an das was ihr gesagt wird. Maya dagegen ist sehr rebellisch und will alles hinterfragen, was ihr natürlich einiges an Ärger einbrockt. Auch Kai und Danilo sind beste Freunde die in einem Zimmer zusammen wohnen. Kai habe ich besonders lieb gewonnen, da er durch seine ruhige und besonnene Art heraus sticht. Zu Amelie, der Priesterin der Gemeinschaft, möchte ich nichts sagen, um nicht zu spoilern. Sie ist auf jeden Fall sehr interessant!

Die Geschichte ist interessant zu lesen und verleitet zum Weiterlesen. Zum Teil hätte ich mir etwas mehr Input zu einigen Themen gewünscht, da der Leser hin und wieder in Szenen hineingeworfen wird. Etwas mehr Hintergrundwissen wäre sicherlich interessant gewesen. Der Cliffhanger am Ende des Buches ist ziemlich gemein, da man unbedingt wissen will wie es weiter geht. Als Beginn für einen zweiten Band ist diese Szene perfekt.



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