[Rezension] Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken von Sabaa Tahir


© Coverrecht: Bastei Lübbe
Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 15.05.2015
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-8466-0009-2
Preis: 16,99€
Seiten: 512
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Originaltitel: An Ember in the Ashes
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Mein großer Bruder kehrt heim in den dunklen Stundenvor der Morgendämmerung, in denen sogar die Geister ruhen.

Inhalt:
Elias und Laia könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Elias wird seit seiner frühesten Kindheit in der Militärakademie Schwarzkliff zu einem Elite-Krieger mit silberner Maske ausgebildet. Genau vor diesen Kriegen muss sich Laia Tag für Tag fürchten. Vor Jahren starben ihre Eltern durch die Hand eines Kriegers und seit dieser Zeit lebt Laia gemeinsam mit ihrem Bruder bei ihren Großeltern. Als diese getötet wurden und ihr Bruder verschleppt wird, schließt Laia sich dem Wiederstand an und gelangt so als Sklavin nach Schwarzkliff. Dass damit das Schicksal von Elias und Laia verknüpft wird, ahnt noch keiner von beiden. Bereits bei der ersten Begegnung der beiden wird deutlich, dass sowohl Laia, als auch Elias anders sind, als ihre Stellung vermuten lässt. Kann Laia Elias, welcher viel mitfühlender zu sein scheint, als andere Kämpfer der Elite Truppe, vertrauen?


Meine Meinung: 
Das, was mich als erstes auf das Buch aufmerksam hat werden lassen, war das Cover, welches in diesem Fall wirklich gut gelungen und sehr passend gewählt ist. Das Buch ist der Beginn einer neuen Fantasy-Reihe von der Autorin Sabaa Tahir. Leider wurde dies vom Verlag zu Beginn anders kommuniziert und so hat mich das Ende des Buches sehr verwirrt. Wollte der Verlag zunächst abwarten, wie die Geschichte bei den Lesern ankommt?

Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen, um diese Information schon einmal vornweg zu nehmen. Der Beginn ist, überraschenderweise, unglaublich brutal und auch das weitere Geschehen wird häufig durch harte und schmerzhafte Szenen durchbrochen. Diese Härte hat mich sehr überrascht, da das Buch für Leser ab 14 Jahren geeignet ist. Ich wurde von dem Buch komplett in den Bann gezogen, wodurch mich besonders die brutalen Szenen emotional sehr mitgenommen haben.
Neben eben jener Brutalität gab es aber auch Szenen, die auf ganz andere Weise, ganz leise, schmerzhaft waren. Zum Glück hat die Autorin aber auch gefühlvolle Szenen eingebaut, ohne welche das Buch nicht so abwechslungsreich geworden wäre. Neben dem hohen Gefühlswert des Buches, schafft die Autorin auch noch eine unglaublich komplexe und faszinierende Welt, die sprachlich so detailliert ausgearbeitet ist, dass ich die Bilder auch noch Wochen nach dem Lesen im Kopf habe!

Die zwei Protagonisten, Elias und Laia, könnten unterschiedlicher nicht sein. Durch den ständig stattfindenden Perspektivwechsel zwischen den beiden, lernt der Leser beide besser kennen und auch lieben. Von Seite zu Seite sind mir die zwei immer mehr ans Herz gewachsen. Die Beziehung zwischen Elias und Laia baut sich nur langsam auf, was ich unter diesen Umständen auch realistisch und sinnvoll finde. Alles andere wäre nicht glaubwürdig. Dass die Liebesgeschichte eher schüchtern im Hintergrund bleibt, tut diesem Buch sehr gut, da andere Themen mindestens genauso wichtig sind und dadurch umfassend zur Geltung kommen können.
Sowohl die Protagonisten, als auch die anderen Charaktere, würden von Sabaa Tahir sehr genau, detailliert und mit viel Liebe ausgestaltet. Alle wachsen während der Handlung mit ihren Aufgaben und besonders Laia wächst am Ende über sich hinaus.

Was mich zu Beginn sehr verwirrt hat, war die Zeitverschiebung zwischen den Kapiteln und Perspektiven. Eine Szene die bereits durch Laia geschildert wurde, wird im darauffolgenden Kapitel zum Teil noch einmal, oder in Teilen, von Elias geschildert. Dieses Vorgehen findet man in Büchern relativ selten und nach einer gewissen Eingewöhnungszeit, konnte ich die Vorteile dieser Erzählweise durchaus genießen.
Wie schon zu Beginn erwähnt, hat mich das Ende sehr verwirrt. Viele Fragen blieben offen und ein wirklicher Abschluss war dies gewiss nicht.

Ansonsten finde ich das Buch rundum gelungen. Auch wenn die Thematik nicht neu ist, lässt der Hintergrund des Buches die Geschichte in neuem Glanz erstrahlen. Die unterschiedlichen Welten, welche aufeinanderprallen, sind besonders reizvoll. Bleibt abzuwarten, wann der nächste Teil des Buches erscheint. Ich für meinen Geschmack, kann es kaum erwarten.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen