[Rezension] Changers 01. Drew von T. Cooper & Allison Glock-Cooper


© Coverrecht: Kosmos
Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 05.02.2015
Verlag: Kosmos
ISBN: 978-3-440-14362-9
Preis: 16,99€
Seiten: 352
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
Leseprobe: Hier 

Erster Satz:  "Gute Nacht", sagte ich, und dann halblaut"Oh Mann".

Inhalt:
Wie würdest du dich fühlen, wenn du am Abend als Junge einschläfst und am Morgen als Mädchen wieder aufwachst? Genau das passiert dem dreizehnjährigen Ethan. An seinem ersten Highschool Tag wacht er als Mädchen Drew auf. Genau wie sein Vater gehört er zur Gruppe der Changers. Vier Mal wird er sich im Laufe seiner Highschool Zeit verändern. Jedes Jahr wird er als neue Person an die gleiche Schule gehen. Für Ethan ist es wirklich schwer sich in der Welt der Mädchen zurechtzufinden. Tag für Tag wächst er besser in seine neue Identität hinein, bis sich sein Highschool Jahr dem Ende zu neigt und eine neue Identität auf Drew wartet.



Meine Meinung: 
Das Buch „Changers – Drew“ ist der erste Band einer später vierteiligen Jugendbuchreihe. Das Hauptthema: Ethan ist ein Changer und verwandelt sich an seinem ersten Highschool Tag in das Mädchen Drew. Dies wird ihm während seiner Zeit in der Highschool jedes Jahr aufs Neue passieren, bis er sich nach vier Jahren für eine der Identitäten entscheiden kann. Die Idee und die Story gefallen mir wirklich gut, leider scheitert es jedoch an der Umsetzung, sodass am Ende einige Fragen offen blieben.

Aber mal von Anfang an. Direkt zu Beginn des Buches kommt es zur „Verwandlung“ von Ethan in Drew. Er/Sie hat wirklich mit der Wandlung des Geschlechts und mit der ganzen Situation an sich zu kämpfen. Dies merkt der Leser auch deutlich und ich finde, dass die Verwirrung wirklich gut durch die zwei Autoren umgesetzt wurde. Die Gedanken und Handlungen bezeugen, wie schwierig es für Ethan/Drew ist, die neue Identität zu akzeptieren. Wirklich gut gelungen ist auch die Verwirrung, welche Ethan/Drew über typischen Mädchenkram zeigt und ich musste beim Lesen immer wieder Schmunzeln.

Die Protagonisten im Buch mochte ich eigentlich wirklich gern, auch wenn einige für meine Begriffe zu oberflächlich geblieben sind. Ethan/Drew lernt man durch die Abschrift der Gedanken recht gut kennen und auch von Audrey konnte ich mir ein gutes Bild machen. Die meisten anderen Charaktere blieben mir jedoch fremd.
Dies ist sicherlich auch dem tagebuchartigem Schreibstil geschuldet. Ethan/Drew muss jeden Tag ein Tagebuch führen. Die Gedanken werden dabei durch einen Chip im Nacken aufgezeichnet und genau diese Gedanken sind es auch, die der Leser zu Gesicht bekommt. Dabei erfährt man natürlich nur die für Ethan/Drew wichtigen Themen und nicht jeder Tag wird im Buch abgedruckt. Viele kleinere Zeitsprünge werden hin und wieder von größeren abgelöst, welche mich etwas verwirrt und meinen Lesefluss unterbrochen haben.

Das größte Problem war jedoch die Umsetzung der Idee bzw. der Geschichte. Die ganze Zeit habe ich darauf gewartet, dass ich mehr Erklärungen über die Changers bekomme, mehr Informationen über Hintergründe und Ziele. Das einzige was ich durch die Versammlungen der Changers mitbekommen habe, ist das Gefühl in eine Sekte geraten zu sein. Dann dachte ich Ethan/Drew würde sich gegen die Changers stellen, aber auch das geschah nicht. Das Einzige was der Leser mitbekommt, ist das Leben und das erste Highschool Jahr von Ethan/Drew. Sicherlich ist das, gepaart mit der Thematik, sehr interessant, aber etwas mehr hatte ich schon erwartet.

Hinzu kommt der Klappentext des Buches, welcher mich gedanklich in eine vollkommen falsche Richtung gelenkt hat. So wie er aktuell gedruckt ist, passt er für mich nicht zum Inhalt des Buches, da er Dinge beschreibt, die im Buch nicht geschehen. Kleine inhaltliche Ungenauigkeiten ärgerten mich beim Lesen zusätzlich. Der Schreibstil, welcher mich in der doch etwas längeren Widmung noch sehr positiv überrascht hatte, flacht bereits im Prolog vollkommen ab. Zwar ließ sich das Buch locker und leicht weg lesen, einen gewissen Anspruch hätte ich mir dennoch gewünscht.

Insgesamt ist die Idee wirklich gut, doch leider war ich aus den genannten Gründen am Ende etwas enttäuscht. Ich denke, dass ich den nächsten Band dennoch lesen werde, nur um herauszufinden, ob sich im Laufe des zweiten Bandes doch noch eine interessantere Handlung entwickelt.

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