[Rezension] Dear Sister. Ich würde sterben für dich von Maya Shepherd


© Coverrecht: Maya Shepherd
Informationen zum Buch (eBook)
Erscheinungsdatum: Juli 2014
Verlag: Neobooks Self-Publishing
Preis: 3,99€
Seiten: 388
Leseprobe: Hier

Erster Satz: Der Regen der letzten Nacht hatte den Waldboden in eine einzige Rutschbahn verwandelt.

Inhalt:
Ein halbes Jahr ist vergangen, seit Elizas Schwester Winter einfach verschwunden ist. Ihre Eltern machen sich große Sorgen, welche Eliza jedoch nicht teilt. Winter hat sich nie um irgendwas bzw. um irgendwen gekümmert, noch nicht einmal um ihre Familie! Bei einem Schulausflug nach London, begibt sich Winter mit ihrer Freundin Darine in einen Club. Auf der Toilette trifft sie einen Typen, der ein Mädchen wüst beschimpft. Als das Mädchen dann aus der Kabine tritt, glaubt Eliza ihre Schwester Winter zu erkennen. War es wirklich ihre Schwester oder war es die Folge des Alkohols, den sie sich zuvor leichtsinnig an der Bar bestellt hatte? Zurück zu Hause erzählt sie niemandem davon. Vielmehr beschäftigt sich die ganze Stadt mit den gehäuft auftretenden Ritualmorden an jungen Frauen.


Meine Meinung: 
„Dear Sister. Ich würde sterben für dich“ ist, nach den ersten beiden Teilen der Radioactive-Reihe, das dritte Buch, welches ich von Maya Shepherd lese und ich bin genauso begeistert, wie bei den ersten beiden Büchern. Den Leser erwartet eine tiefgründige Geschichte, in welcher sich Thriller und Fantasy Elemente geschickt abwechseln.

Die Charaktere in dieser Geschichte bilden einen wirklich wichtigen Bestandteil, da die Geschichte von ihren Emotionen lebt. Von Seite zu Seite wurden die Protagonisten immer besser gezeichnet. Je stärker sich die einzelnen Charaktere herausgebildet haben, desto mehr oder eben weniger mochte ich sie auch. Dabei greift Maya Shepherd nicht auf die gängigen Mainstream-Persönlichkeiten zurück. Ganz im Gegenteil. Eliza machte es mir mit ihrer zickigen und zum Teil auch selbstgerechten Art sehr schwer sie zu mögen. Auch Lucas, der zu Beginn so perfekt erschien, wirkt später sehr unsympathisch. Alle Charaktere sind aber so perfekt, wie sie sind. Sie passen zur Geschichte und verpassen dieser einen ganz besonderen Klang. Am meisten konnte ich mich tatsächlich für den vermeintlichen Bösewicht erwärmen, auch wenn ich mir das eine Zeitlang nicht eingestehen wollte.

Auch die Handlung an sich fand ich sehr interessant. Die Autorin baute mit Hilfe von Altbekannten, aber eben auch mit neuen Ideen, eine interessante Handlung auf. Durch die Mischung zwischen Fantasy und Thriller blieb die Spannung die ganze Zeit über erhalten. Das Ende hat mich in der Tat sehr überrascht, wenn nicht sogar ein wenig geschockt. Maya Shepherd hat damit quasi sichergestellt, dass ich mir auch den nächsten Teil der Reihe kaufen werde. Ich kann das Ende immer noch nicht glauben und will es auch wirklich nicht wahrhaben.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und ich habe das Buch locker und flüssig lesen können. Kleinere Fehler kann ich bei einem selbstverlegten Buch durchaus verzeihen und im Vergleich mit dem ersten Band der Radioactive-Reihe haben diese sich auch stark reduziert.
Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Beziehungen und Gefühle der Charaktere, die sehr glaubwürdig und mitreißend waren. Das Buch lässt mich etwas zerschlagen und bewegt zurück, was die Leistung der Autorin noch deutlicher zeigt.

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