[Rezension] Gated. Die letzten 12 Tage von Amy Christine Parker


© Coverrecht: dtv
Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 01.09.2014
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76098-0
Preis: 16,95€ 
Seiten: 336
Originaltitel: Gated
Altersempfehlung: ab 14 Jahren 
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Erster Satz: Diesmal schießt du, um zu töten, okay? 

Inhalt: 
Lyla lebt zusammen mit ihren Eltern in Mandrodage Meadows, einer abgelegenen kleinen Gemeinde im Nirgendwo, weit weg von jeglicher Zivilisation. Ihre Eltern beschlossen dorthin zu ziehen, nachdem Lylas kleine Schwester direkt vor ihrem eigenen Haus entführt wurde. Pioneer ist der Anführer der Gemeinde. Er erhält Visionen von den Brüdern und ist dazu auserwählt eine kleine Gruppe von Menschen zusammen zu bringen, die diese Gemeinschaft aufbauen und zusammen in ein unterirdisches Silo ziehen, sobald der Tag des Weltuntergangs gekommen ist. Lyla und die anderen kennen nichts anderes und bereiten sich auf den Tag vor. Wenn sie alle für lange Zeit in das Silo ziehen müssen, um zu überleben. Aber dann trifft Lyla Cody, einen Jungen aus der Stadt, der ihr versucht die Augen zu öffnen. Sie beginnt Pioneer und seine Visionen in einem anderen Licht zu sehen und weckt damit den Zorn des Anführers und der Gemeinde.
 

Meine Meinung:
Nach dem Lesen des Klappentextes ging ich davon aus eine Dystopie vor mir zu haben, was sich jedoch schnell als falsch herausstellte. „Gated. Die letzten 12 Tage“ von Amy Christine Parker ist ein Thriller mit einem ziemlich realistischen und ernsten Hintergrund. Bei Mandrodage Meadows handelt es sich um eine Sekte, welche abgeschottet von der Außenwelt lebt und sich vollkommen den Visionen ihres Anführers Pioneer unterwirft.

Die ganze Geschichte ist zu Beginn eigentlich ziemlich realistisch beschrieben und ich konnte mir durchaus vorstellen, dass eine Gemeinschaft von Menschen, die vielleicht in der Vergangenheit traumatisches erlebt haben oder sogar dort geboren und aufgewachsen sind, Zuflucht finden und auf ihren Anführer hören. Trotzdem konnte mich die Geschichte von Beginn an weder vollkommen überzeugen noch begeistern.

Charaktere gab es in diesem Buch einige und doch lernt der Leser bis auf Lyla niemanden wirklich kennen. Für mich waren die restlichen Charaktere wie weiße Leinwände, da man nichts über sie erfahren hat. Die einzige Person, welche für mich durchaus glaubwürdig und ziemlich lebendig beschrieben wurde war Pioneer. Auch wenn der Leser nicht viel über seine Vergangenheit erfahren hat, wurden sein Charakter und seine Art wirklich gut beschrieben, sodass ich ihn in jeder Szene deutlich vor mir sehen konnte. Als der Außenstehende Cody hinzukam, entstand sofort die Liebesgeschichte, die in diesem Buch nicht fehlen durfte, doch leider fehlte hier jegliche Nähe zur Realität.

Schon zu Beginn des Buches gelang es der Autorin nur schwer Spannung zu erzeugen geschweige denn zu halten. Dafür wurde in die letzten 50 Seiten all die Action gepackt, die dem Buch zu Beginn gefehlt hat und so wirkte das ganze Buch am Ende viel zu dick aufgemalt. Die Handlung war an vielen Stellen ziemlich vorhersehbar und konnte mich besonders am Ende wenig überraschen. Teilweise war ich zum Schluss eher etwas genervt von all den Zufällen, welche die Handlung in die richtige und passende Richtung schoben. So wurde besonders das Finale für mich absolut unglaubwürdig und ich war froh, als ich das Buch beenden konnte.

Auch wenn das Buch am Ende ziemlich abgeschlossen wirkt, wird es noch einen zweiten Band geben, in welchem möglicherweise die vielen offenen Fragen aus dem ersten Band geklärt werden können. Für mich wird es jedoch kein Wiedersehen mit den Protagonisten geben, da mich der erste Band leider in keinem Punkt überzeugen konnte. Eine Geschichte mit großer Realitätsnähe, welche jedoch noch viel Potential aufweist.

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