[Rezension] Das Mädchen mit den Engelshänden von Anne Lück


© Coverrecht: Forever
Informationen zum Buch (eBook)
Erscheinungsdatum: 11.07.2014
Verlag: Forever
ISBN: 978-3-95818-000-0
Preis: 2,99€ 
Seiten: 224
Leseprobe: Hier

Inhalt:
Johanna hat eine Gabe, welche für sie eher einem Fluch gleicht. Sobald sie einen Menschen berührt, erfährt sie alles über dessen kommenden Tod. Seit sie vor zehn Jahren ihre Eltern verloren hat, will sie von all dem nichts mehr wissen und das einzige was ihr einfällt, ist sich von Menschen fern zu halten. Aus diesem Grund besucht sie auch einen Therapeuten, der sie wegen einer Sozialphobie behandelt. Er stellt ihr Carla vor, die genauso wie Johanna an einer solchen Phobie leidet. Zusammen sollen sie ihre Ängste überwinden. Als Carla bei einem Autounfall ums Leben kommt begeht Johanna Selbstmord. Was sie nicht erwartet hat, ist dass es neben Leben und Tod noch mehr gibt…Seitdem Johanna als Kind ihre Eltern verloren hat, kennt sie ihre besondere Gabe. Sobald sie eine Person mit den Händen berührt, sieht sie den Tod dieser Person. Für sie selbst ist dies aber eher ein Fluch als eine Gabe und so hat sie seit diesem tragischen Unglück keine Person mehr berührt. Generell verzichtet sie auf jegliche soziale Kontakte, aus Angst diese Person zu berühren oder sie zu verlieren. Ihr Psychiater, der den wahren Grund für ihre soziale Phobie nicht kennt, weiß sich auch nicht mehr zu helfen und bringt sie aus diesem Grund mit einem Mädchen zusammen, welches dieselbe Störung hat wie Johanna. Zunächst reagiert Johanna ungehalten auf Carla, doch schnell freunden sich die beiden an und es entsteht eine starke Verbindung zwischen beiden. Nach einem Unglück bricht Johanna zusammen und nimmt sich das Leben. Was zwischen den Welten auf sie wartet, hätte sie so nie erwartet. Genauso wenig wie Carla jemals wieder zu sehen.
 

Meine Meinung: 
Das eBook ist mir das erste Mal auf Grund des wirklich schönen Covers aufgefallen, welches aber, wie ich feststellen konnte, nur in Teilen zur Handlung passt. Die warme und gemütliche Grundstimmung des Covers konnte ich im Buch kaum entdecken. Den Beginn der Geschichte fand ich sehr interessant.
Aus der Sich von Johannas Tante erfährt der Leser von ihrem Selbstmord. Dass die Tante sehr verbittert ist und sehr schlecht über Johanna redet verwundert zu beginn. Ein wenig Aufklärung erhält man nach diesem Prolog, denn der Leser springt an den Anfang der Geschichtet und lernt in den folgenden Kapiteln Johanna und Carla kennen. Leider habe ich nie ganz verstanden welchen Zweck die Autorin mit der bitterbösen Tante am Anfang erfüllen wollte, denn für die gesamte Handlung hatte dieser Abschnitt nur wenig Bedeutung. 
Johanna und Carla leiden beide unter einer sozialen Phobie, so nennt es zumindest der Psychiater. Dass Johanna sehr verbittert ist, habe ich spätestens an der Stelle verstanden, als die Umstände die zum Tod ihrer Eltern geführt haben erläutert werden. Johanna wirkt zu Beginn als hätte sie viele Ecken und Kanten. Carla dagegen wirkt sehr zierlich, schüchtern und zurückhaltend und es hat mich überrascht, dass sie sich durch die schroffe Art von Johanna nicht hat verscheuchen lassen. In der ganzen Handlung sind mir ein paar Ungereimtheiten aufgefallen, von welchen einige wirklich ärgerlich waren. Ich frage mich beispielsweise wie es zusammen passt, dass Carla eine soziale Phobie hat, trotzdem jedoch so sehr um Johannas Freundschaft kämpft. Auch bleiben viele Fragen ungeklärt. Wieso konnte Johanna vor dem Tod ihrer Eltern Menschen berühren, ohne, dass etwas passiert ist? 
Das Ende des Buches hat mir dann wieder sehr gut gefallen. Der gesamte Ablauf war außerordentlich gut durchdacht und konstruiert. Ich war wirklich positiv überrascht und erfreut darüber. Insgesamt ist es aber schade, dass das Buch nur so kurz ist. Ich persönlich hätte mir noch ein paar Erläuterungen zum Thema Himmel, Hölle und Zwischenwelt gewünscht. Auch hätte ich gern mehr über die Arbeit von Johanna erfahren. Da das Buch gut geschrieben ist, lässt es sich sehr schnell lesen. Das Buch ist also sehr gut für zwischendurch und das gelungene Ende ist sehr erfrischend.

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