[Rezension] Noah von Sebastian Fitzek


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 20.12.2013
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-7857-2482-8
Preis: 19,99€ 
Seiten: 559


Erster Satz:  
Alicia wurde von der Stille geweckt.

Inhalt:
Als Noah aufwacht, weiß er zwei Dinge ganz sicher. Er hat eine Schusswunde in der Schulter und er kann sich an absolut nichts aus seiner Vergangenheit erinnern. Selbst seinen Namen kennt er nicht. Den einzigen Hinweis auf seine Vergangenheit findet er auf seiner Hand, wo sich ein laienhaft tätowiertes Wort befindet: Noah.
Oscar, ein Obdachloser aus Berlin, hat ihn halbtot gefunden und gesund gepflegt. Mit ihm zusammen versucht Noah sein Leben zu meistern und seine Erinnerungen wieder zu finden, bis auf einmal die halbe Welt hinter Noah her zu sein scheint. Zusammen mit Oscar ergreift Noah die Flucht und begibt sich auf eine Reise, die gespickt ist mit Ethik und Moral und durchzogen von Erinnerungen, Freundschaften und Enttäuschungen. Als Teil einer Verschwörung entscheiden seine Erinnerungen und Entscheidungen über das Leben von Milliarden Menschen.  
 

Meine Meinung: 

Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt. Es sollte anders sein, als die bisherigen Bücher von Sebastian Fitzek. Einzigartig und direkt. Nach dem Lesen schossen mir so viele Fragen durch den Kopf und ich musste das Buch und den Inhalt erst mal sacken lassen. Die Frage die sich mir nun stellt: Wie soll ich einem solchen Buch in meiner Rezension nur gerecht werden?

Dieses Buch hält uns eiskalt einen Spiegel vors Gesicht und keiner kann leugnen, dass sehr viel schmerzhafte Wahrheit in diesem Buch steckt. Überbevölkerung, Armut und Ressourcenverschwendung sind nur drei Themen, welche in diesem Buch angesprochen werden. Viele Sätze und Fakten lassen einen zusammenzucken und nachdenklich werden. Viel zu oft habe ich mich selbst wiedererkennen müssen.

Noah ist der Hauptcharakter in diesem Buch. Ich konnte mich ziemlich schnell mit ihm identifizieren und behalte ihn als durchaus liebenswerte und sympathische Person im Kopf. Beinahe noch lieber hatte ich jedoch Oscar. Auch wenn er nicht immer mit offenen Karten gespielt hat und zum Teil etwas verwirrt wirkte, konnte ich mich seiner Anziehungskraft nicht entziehen. Eine tolle Person, die sich für mich als ganz besonderer Charakter hervorgetan hat. Aber auch die anderen waren einfach klasse. Auffällig war, wie realistisch die durch Sebastian Fitzek gezeichneten Protagonisten waren, fast so, als könnte ich sie an der nächsten Ecke tatsächlich treffen.

Als ein Thriller spielte das Buch ziemlich nah an der Wirklichkeit. Besonders ist die Tiefgründigkeit und die Botschaft die das Buch überbringt. Und neben all diesen Punkten besticht dieses Buch noch mit einer großen Palette an Emotionen. Beim Lesen stand ich ständig unter Strom und ich konnte dieses Buch kaum aus der Hand legen. Relativ am Ende sind mir sogar die Tränen in die Augen geschossen, was mir bei einem Buch von Sebastian Fitzek noch nie passiert ist. 

Sebastian Fitzek nahm bisher schon einen hohen Platz in meiner Rangliste der deutschen Autoren ein. Mit diesem Buch hat er sich verdientermaßen an die Spitze geschoben. Die Frage die ich mir jetzt noch stelle: Was bleibt nach dem Lesen des Buches? Sind es nur Gedanken, die sich die Leser machen? Werden Taten folgen?
Es bleibt nur zu hoffen, dass dieses Buch es schafft eine Diskussion anzuschieben, denn schließlich ist dies ein Thema, das uns alle betrifft und vor der wir nur sehr schwer die Augen verschließen können. Nur Diskussionen allein werden nicht reichen. Es müssen Taten folgen...



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