[Rezension] Der Gott des Todes von Patrick Satters


© Coverrecht: Patrick Satters
Informationen zum Buch (eBook)
Erscheinungsdatum: 28.10.2013
Preis: 2,99  
Seiten: etwa 342

Erster Satz:  
Der Tod kam stehts zu früh.

Inhalt: 
Als ein Gott des Todes lebt Azur in der Unterwelt, auf Ewigkeit verbannt und dazu bestimmt Seelen einzusammeln. Doch Azur sträubt sich gegen das ihm auferlegte Schicksal. Tag ein, Tag aus quält ihn eine Erinnerung, die einzige die ihm noch geblieben ist, gefüllt mit vielen Gefühlen, mit purer Liebe zu seiner Frau. Wild entschlossen entscheidet er sich gegen sein Schicksal zu rebellieren und begibt sich auf die Suche, nicht ahnend was für Abenteuer und Gefahren auf ihn warten…
 

Meine Meinung: 
Der Einstieg in das Buch „Der Gott des Todes“ hat mir sehr gut gefallen. Ich brauchte nicht lange, um in das Buch rein zu finden und habe mich an den wirklich bildhaften Beschreibungen der Unterwelt erfreut. Was man jedoch wissen sollte, da es aus dem Klappentext nicht ersichtlich wird: Das Buch spielt nur einen sehr kurzen Teil in der Unterwelt. Den wesentlich größeren Teil verbringt Azur mit seinen Kumpanen auf der Erde, als Mensch.

Die gesamte Geschichte hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Azur gerät immer wieder in brenzlige Situationen, schaffte es aber, sich mit Hilfe von Tricks und Kniffen aus der Gefahrensituation zu bringen. Nach kurzer Zeit hatte ich jedoch das Gefühl immer zu wissen was als nächstes passiert. Azur kommt seinem Ziel drei Schritte näher und geht dann wieder zwei zurück, da er in einer brenzligen und zunächst aussichtslosen Situation steckt. Nach kurzer Überlegung fand er jedoch immer ein Schlupfloch, welches er gekonnt zu nutzen wusste. Mir fehlte nach einiger Zeit einfach die Abwechslung, die das Buch spannend und unvorhersehbar gemacht hätte. So folgte auf Höhepunkte immer ein Tal der Enttäuschung für mich. 

Trotz allem war das Buch nicht schlecht. Ich fand es faszinierend was für unterschiedliche Szenarien und auch Handlungsräume sich Patrick Satters ausgedacht hat. Der Inhalt des Buches zeugt auf jeden Fall von viel Herzblut und Mühe und so ist es nicht verwunderlich, dass das Buch trotz der immer wiederkehrenden Abläufe eine gewisse Faszination bei mir auslöste.

Die Charaktere des Buches sind gut gelungen und ich habe hin und wieder geschmunzelt oder auch genervt die Augen verdreht. In vielen Situationen wirkt er wie von einer anderen Welt, als wäre er allen überlegen, in anderen ist er wieder sehr naiv, was nicht wirklich zusammenzupassen scheint. Numenez ist Azurs treuer Begleiter, der für mich eine tragende Rolle in diesem Buch spielt und nicht wegzudenken ist.

Einige kleinere Fehler unterbrechen hin und wieder für kurze Zeit das Lesevergnügen. Das Ende des Buches hat mich dann wieder gepackt und ich wollte wissen, wie es nun überhaupt dazu gekommen ist, dass Azur ein Gott des Todes wurde. Alles in allem ist es ein gutes Buch, das ich persönlich jedoch nur mit 3 Sternen bewerten kann. Durch die fehlende Abwechslung hatte ich im mittleren Teil wirklich Probleme beim Weiterlesen. Wer sich für die Thematik interessiert und für Rätsel zu begeistern ist, wird mit diesem Buch jedoch definitiv seine Freude haben.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen