[Rezension] Breathe - Gefangen unter Glas von Sarah Crossan


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: Mai.2013
Verlag: dtv
ISBN: 978-3-423-76069-0
Preis: 16,95€ 
Seiten: 432
Altersempfehlung: ab 13 Jahren

Erster Satz: Atmen ist ein Grundrecht, kein Privileg.

Inhalt: 
Bea und Quinn kennen sich schon ewig. Sie sind beste Freunde und versuchen so viel wie möglich gemeinsam zu unternehmen. Trotz der Normalität, die sich zwischen den beiden eingestellt hat, ist ihre Freundschaft ganz und gar ungewöhnlich für die Welt in der sie leben. Quinn ist ein Bürger erster Klasse, Bea ist eine Second, eine Bürgerin zweiter Klasse. Quinns Vater ist ein ranghohes Mitglied von >Breathe<, Beas Eltern müssen ihr ganzes Leben lang kämpfen, um sich den wertvollen Sauerstoff leisten zu können. Nach dem Switch, bei welchem ein Großteil der Bevölkerung starb, können die Menschen nur noch unter einer Glaskuppel leben. Außerhalb dieser beträgt der Sauerstoffgehalt 6%, was das Überleben unmöglich macht. Als Bea und Quinn mit Hilfe von Sauerstoffflaschen einen Ausflug in das sogenannte Ödland machen, lernen sie Alina kennen, welche ihnen die Welt so zeigt, wie Bea und Quinn diese noch nie gesehen haben und das weit abseits der Kuppel.
 

Meine Meinung:
„Breathe – Gefangen unter Glas“ ist der Auftakt einer Trilogie von Sarah Crossan. Mit hohen Erwartungen bin ich an dieses Buch heran gegangen, da die vielen positiven Bewertungen und Berichte Eindruck hinterlassen haben. Im Großen und Ganzen wurden diese Erwartungen erfüllt, auch wenn einige Kleinigkeiten für meinen Geschmack nicht ganz passend waren.

Bea und Quinn sind beste Freunde, obwohl sie eine Second und er ein Bürger erster Klasse ist. Beide waren mir sofort sympathisch und ich konnte gut mit ihnen mitfühlen. Beide sind jedoch noch sehr jung und ziemlich naiv, doch die rosa Blase, die die beiden umgibt, bekommt schnell erste Risse. Es ist nicht verwunderlich, dass zum Ende des Buches eine komplette Wandlung der beiden stattgefunden hat. Im Vergleich dazu mag Alina zu Beginn hart und unnahbar Wirken, aber genau das macht sie aus. Ich habe wirklich Gefallen an ihr gefunden und sie hat sich zu meinem Lieblingscharakter gemausert.

Die Erzählperspektive des Buches wechselt immer zwischen diesen drei Personen hin und her, wodurch der Leser einen guten Einblick in die Gedanken eines jeden bekommt. Durch diesen rund um Blick hatte ich immer das Gefühl alles mitzubekommen und nichts zu verpassen.

Der Inhalt der Dystopie ist nicht neu, nur der Hintergrund ist anders, eine Welt ohne Sauerstoff, in der die Menschen gezwungen sind unter einer Glaskuppel zu leben. Nur dort können sie mit dem notwendigen Sauerstoff versorgt werden. Ein wenig erinnerte mich die Geschichte an eine Mischung aus Ally Condies Buch „Cassia und Ky“ und an „Radioactive“ von Maya Shepherd. Gnadenlos hält uns Sarah Crossan die Welt vor Augen, auf der auch wir einmal leben könnten. Ist das so abwegig? Ich denke nein. Ein wenig übertrieben? Vielleicht. Das Buch zeigt uns was passieren kann, wenn wir den Planeten weiter so ausbeuten wie wir es aktuell tun. Zu viele Bäume müssen sterben, zu viel Wasser wird verschmutzt und zu viele Schadstoffe werden in die Luft abgegeben. Ein mögliches Resultat skizziert das Buch „Breathe“. Und ganz egal ob übertrieben oder nicht, ob unsere Zukunft so aussieht oder anders: Klar ist, dass wir über den Umgang mit unserer Natur nachdenken sollten.

Im Allgemeinen hat mir das Buch sehr gut gefallen. Kleinere Ungereimtheiten sind mir zwar aufgefallen, was mich jedoch nicht vom Lesen abgehalten hat. Durch die lockere und einfache Schreibweise ist es leicht der Handlung zu folgen und sich im Buch zu verlieren. Schade, dass das Buch sich an zu vielen Stellen in den immer wiederkehrenden Klischees verliert. Ein bisschen weniger Mainstream und ein bisschen mehr Individualität hätten dem Buch mit einer solch brisanten Thematik gut getan.

Es lohnt sich auf jeden Fall das Buch zu lesen, auch wenn noch ein wenig Verbesserungspotential vorhanden ist. Ich bin gespannt in wie weit sich der zweite Teil vom ersten unterscheiden wird.

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