[Rezension] Die Kolonie von A. J. Colucci


Informationen zum Buch (Taschenbuch) 
Erscheinungsdatum: 10.09.2013
ISBN: 978-3-86278-823-1
Preis: 9,99 
Seiten: 304
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Erster Satz: Dr. Phillip Laredo, einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Genetik, stemmte sich gegen eine Windbö, die kleine Schaumkronen auf das aufgewühlte Wasser des Hudsons malte. 

Inhalt:
New York City steht kurz vor dem Untergang. Eine ganz neue Ameisenart versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken. Die Zahl der Opfer steigt immer weiter an und der Tod durch die Ameisen ist qualvoll. Der Ameisenexperte Paul O'Keefe beschäftigt sich seit den ersten Todesfällen mit dieser neuen Insektenart und entdeckt immer neue Details. Das Schlimmste: es gibt scheinbar keinen Weg die Ameisen zu vernichten. Seine Exfrau Kendra Hart forscht in der Wüste, um ein Mittel zu erschaffen, welches Ameisen ohne den Einsatz von Chemikalien tötet. Auch sie wird zum Team hinzugeholt. Zusammen mit ihrem Exmann begibt sie sich auf die Suche nach der einzigen Methode um die Insekten zu vernichten. 
 

Meine Meinung: 
Der Klappentext von A. J. Coluccis Buch "Die Kolonie" ist sehr vielversprechend und klingt nach einem atemberaubenden Debutroman. In der Realität sieht das ganze leider anders aus. Der Thriller hält nur auf den ersten 25 Seiten was er verspricht. Danach flacht die Geschichte immer mehr ab.

Nicht nur der Klappentext macht Lust auf mehr. Auch das Cover ist auffällig und passend. Ein echter Hingucker. Die ersten zwei Kapitel haben mich persönlich total gepackt. Es krabbelte überall und an grausigen Details hat die Autorin nicht gespart. Ein sehr gelungener Auftakt.

Die folgenden Kapitel sind anfangs noch interessant. Der Leser erhält einen Einblick in die Beziehung zwischen den beiden Hauptprotagonisten und in den Stand von Paul O'Keefes Forschung. Auch Kendra Hart und ihre Tätigkeit wird erläutert. 

Das war aber leider auch schon alles an Positivem, was ich zu diesem Buch sagen kann. Nach dem einleitenden Teil des Thrillers folgt die Rettung von New York. Die Lösung der Ameisenplage ist die ganze Zeit über klar und stellt kein Geheimnis da. Die Frage ist nur, wie diese Lösung zustande kommen soll. Aber irgendwie war auch das ersichtlich und somit fehlte jegliche Spannung im Buch. A. J. Colucci hat noch versucht durch eine Dreiecksbeziehung und durch eine Intrige Spannung hinein zu bringen, aber auch das scheiterte, da das Potential nicht ansatzweise genutzt wurde. 

Auch die Protagonisten konnten mich nicht überzeugen. Ich konnte keinen Zugang zu ihnen finden und fand besonders die Handlungen von Kendra Hart unrealistisch und unpassend. Sie wirkte auf mich sehr naiv, was absolut nicht zu ihrer Beschreibung passt. Was ich im Nachhinein sehr verwunderlich finde ist, dass ich zu den Opfern der Ameisenplage einen besseren Zugang finden konnte, als zu die Hauptprotagonisten. Die Opfer wurden teilweise vor ihrem Tod vorgestellt und wirkten auf mich wesentlich menschlicher. 

Das Ende des Buches kam dann auch noch viel zu schnell. Ich fragte mich ob das Buch fertig werden musste oder ob es der Übersetzung geschuldet ist. Die Thematik hatte wirklich viel Potential, konnte aber absolut nicht ausgeschöpft werden. Alles war zu flach gehalten, zu vorhersehbar und zu klischeehaft. Für dieses Buch kann ich leider keine Leseempfehlung aussprechen.

Vielen Dank an Blogg dein Buch und an den Mira Taschenbuch Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplares!

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