[Neuzugang] Kirschroter Sommer von Carina Bartsch

Erst einmal möchte ich euch allen ein frohes Osterfest wünschen! Ich hoffe ihr könnt etwas Zeit mit euren Liebsten verbringen. Bei mir ist der Osterhase heute auch schon vorbeigehoppelt und hat ein Buch im Schnee versteckt!


Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 25.01.2013
ISBN: 978-3-499-22784-4
Preis: 9,99 
Seiten: 512

Klappentext:
Würdest du deiner ersten Liebe eine zweite Chance geben?

Die erste Liebe vergisst man nicht. Niemand weiß das besser als Emely. Nach sieben Jahren trifft sie wieder auf Elyas, den Mann mit den leuchtend türkisgrünen Augen. Der Bruder ihrer besten Freundin hat ihr Leben schon einmal komplett durcheinander gebracht, und die Verletzung sitzt immer noch tief. Emely hasst ihn, aus tiefstem Herzen. Viel lieber lenkt sie ihre Aufmerksamkeit auf den anonymen E-Mail-Schreiber Luca, der mit seinen sensiblen und romantischen Nachrichten ihr Herz berührt. Aber kann man sich wirklich in einen Unbekannten verlieben? (Quelle:
Rowohlt Taschenbuch)



 

[Ich lese] Die Edelsteintrilogie von Kerstin Gier

Die Meisten von euch haben die Edelsteintrilogie wahrscheinlich schon gelesen! Ich selbst bin aus unerfindlichen Gründen bisher leider nicht dazu gekommen. Aber jetzt ist die Zeit der Unwissenheit vorbei. Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich mir die Trilogie erst vor kurzem gekauft. 

Die ersten zwei Bände habe ich bereits verschlungen und ich muss sagen, dass der Hype um diese Bücher definitiv gerechtfertigt ist! Ich  bin ganz begeistert und kann es kaum erwarten heute den drittel und (leider!!!) letzten Band zu beginnen. 

Ich weiß nicht wie es euch geht aber ich bin immer unglaublich traurig, wenn ein Buch oder eine Buchreihe zu Ende geht und ich mich von den Charakteren verabschieden muss...

Zum Glück liegen ja noch 487 unglaublich spannende Seiten vor mir.

So viel von heute... :)



[Reisebericht: Island] Harpa Concert Hall

Nachdem ich euch ein wenig über die Region rund um Reykjavik erzählt habe, möchte ich euch nun einige Sehenswürdigkeiten in Reykjavik vorstellen!

Auf den folgenden Fotos seht ihr die Harpa Concert Hall. Diese Oper steht direkt am Hafen und wurde im Mai 2011 eröffnet. Für den Bau wurden 2500 Tonnen Stahl verwendet. Der größte Saal bietet Platz für 750 Personen und ist vollkommen in Rot gehalten (siehe Fotos am Ende). Weiterhin beinhaltet dieses Gebäude viele kleinere Konferenzzimmer.

Anfangs konnte ich dem Opernhaus nicht viel abgewinnen. Ich fand es zu groß und zu protzig. Kurz nach meiner Ankunft in Island fand ein Kulturfest in Reykjavik statt. Zu diesem Anlass sollte die Oper erstmals beleuchtet werden. Also fanden wir uns alle dort ein, um diesem feierlichen Akt beizuwohnen. Leider war diese jedoch gar nicht so feierlich, da mit 15 minütiger Verspätung (typisch für Island) einfach nur ein paar leuchtende Stäbe angeschaltet wurden (drittes Foto). Mehr nicht! 

Im Laufe meines Aufenthalts gewöhnte ich mich jedoch immer mehr an dieses Gebäude. Besonders der in Rot gehaltene Konzertsaal hat mir wirklich gut gefallen! Auch die Rückseite des Gebäudes (Foto zwei vier und fünf) finde ich sehr gelungen, vor allem weil sich beim Sonnenuntergang die Farben so schön in der Fassade spiegeln!















[Rezension] Eve & Caleb. Wo Licht war von Anna Carey


Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: Januar 2013
Verlag: Loewe
ISBN: 978-3-7855-7103-3
Preis: 8,95 
Seiten: 304
Reihe: 1/3
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Erster Satz:
Als die Sonne hinter der fünfzehn Meter hohen Außenmauer unterging, waren alle Schülerinnen der Zwölften auf dem Rasen vor der Schule versammelt.

Inhalt:
Nachdem Eves Mutter bei der großen Epidemie ums Leben gekommen ist, wird sie in ein Mädcheninternat gegeben, wo die Kinder zu Mitgliedern des neuen Amerikas ausgebildet werden. Nun ist sie 16 Jahre alt und wird an ihrem letzten Schultag zur besten Schülerin des Jahrgangs gekürt. Als sie ihre Mitschülerin Arden bei der Flucht aus der Schule erwischt, versucht Eve diese aufzuhalten und erfährt dabei Dinge die ihr gesamtes Weltbild auf den Kopf stellen. In der Nacht geht sie diesem Gerücht auf die Spur und bekommt die grauenhafte Wahrheit selbst zu Gesicht. Sie flüchtet in die Wildnis, wo sie Arden wieder trifft und sich zusammen mit ihr durch die unbekannte Welt schlägt. In einer brenzligen Situation treffen die beiden den jungen Rebellen Caleb, welchem Eve anfangs, aufgrund ihrer Schulbildung, nicht trauen kann. Man hat ihr beigebracht Männer zu meiden und zu fürchten und so misstraut sie zu Beginn auch Caleb, welcher jedoch ihre einzige Rettung darstellt.


Meine Meinung:
Die Geschichte von Eve und Caleb beginnt in einem Mädcheninternat. Eve und ihre Mitschülerinnen werden auf ein Leben in der neuen Stadt mitten in der Wüste vorbereitet. Der Leser erfährt anfangs die Inhalte der Ausbildung. Den Mädchen wird beigebracht, dass Jungs furchterregend sind und gemieden werden müssen. Weiterhin wird strengstens auf gesunde Ernährung und auf die körperliche Entwicklung der Mädchen geachtet. Alle erläuterten Umstände erschienen mir gleich zu Beginn als sehr komisch und die Auflösung folgte schon auf den ersten Seiten.

Eve flüchtet nach ihrer furchtbaren Entdeckung in die Wildnis, um ihrem Schicksal zu entgehen. Mich selbst hat diese Entdeckung erschreckt, wenn nicht sogar etwas verstört. 
Eve erschien mir schon zu Beginn als sehr kindlich, gutgläubig und naiv. Dieser Eindruck bleibt auch bestehen, nachdem sie Arden und Caleb getroffen hat. Ein Teil ihres Verhaltens ist natürlich durch die "Gehirnwäsche" der Schule zu erklären. In viele andere Situationen erscheint mir Eve jedoch als sehr blauäugig. Mit ihrer Naivität bringt sie nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr und es gab Szenen im Buch, bei denen mir der Atem stockte. Als zwei Personen durch ihre Gedankenlosigkeit sterben und Eve sich im Nachhinein nur kurzzeitig Gedanken über diesen Zwischenfall macht, fing ich erstmals an, an ihrem Charakter zu zweifeln. 

Caleb ist genau das Gegenteil von Eve. Er ist ruhig und überlegt und stellt meinen Lieblingscharakter im Buch dar. Leider erfährt der Leser nur wenig über seinen Hintergrund, was ich als sehr schade empfunden habe! Ein weiterer wichtiger Charakter ist Arden. Anfangs erschien sie mir als skrupellos und ich fand sie wenig sympathisch. Im Verlauf der Handlung wandelt sie sich jedoch um 180° und zeigt dem Leser ihren wahren Charakter. Auch sie ist mir zum Ende hin sehr ans Herz gewachsen.

Die Handlung gefiel mir soweit ganz gut, auch wenn mir teilweise ein wenig der Tiefgang fehlte. Einige Geschehnisse waren zu erahnen, viele haben mich jedoch sehr überrascht! Auch das Ende hätte ich so nicht erwartet.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass es ein gutes Buch mit Luft nach oben ist. Der einfache und flüssige Schreibstil der Autorin hilft dabei das Buch schnell zu lesen. 
Ich werde mir den nächsten Teil definitiv kaufen, da das Ende sehr offen ist und ich wissen möchte, wie es mit den Charakteren weiter geht!


 



[Neuerscheinung] Watersong - Sternenlied von Amanda Hocking


© Coverrecht: Cbt
Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 25.03.2013
Verlag: Cbt
ISBN: 978-3-570-16159-3
Preis: 16,50 
Seiten: 320
Originaltitel: Watersong - Wake

Klappentext:
Sie sind schön. Sie sind stark. Und gefährlich. Penn, Lexi und Thea ziehen alle Blicke auf sich – sie aber haben nur Augen für Gemma. Immer tiefer ziehen die geheimnisvollen Fremden Gemma in ihren betörenden Bann. Doch dahinter lauert eine Welt, die faszinierender, abgründiger und tödlicher ist als alles, was Gemma je erlebt hat …

Die 16-jährige Gemma liebt das Meer. Und sie liebt ihren besten Freund Alex. Der Sommer verspricht perfekt zu werden – bis die geheimnisvollen Mädchen Penn, Lexi und Thea auftauchen und Gemma in ihren Bann ziehen. Nach einer gemeinsamen Partynacht fühlt Gemma sich wie ausgewechselt: stärker, schneller und schöner als je zuvor. Was ist passiert? Als sie die Wahrheit erfährt, ist es bereits zu spät: Die verführerische Welt der Sirenen lockt Gemma unaufhaltsam in die tödlichen Tiefen des Meeres...
(Quelle: Cbt)




[Rezension] Hier könnte ich zur Welt kommen von Marjorie Celona


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 11.03.2013
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 978-3-458-17562-9
Preis: 19,95 
Seiten: 347
Reihe: 1/1
Originaltitel: Y

Inhalt:
Shannon hatte einen wirklich schweren Start ins Leben. Sie war eine Frühgeburt und wurde nur wenige Stunden danach von ihrer Mutter vor einem Krankenhaus ausgesetzt. In den ersten drei Jahren ihres Lebens, kommt sie in zwei vollkommen verschiedenen Familien, bevor sie in ein vollkommen überfülltes Kinderheim kommt. So wie ihre Familien wechselt sie auch ihre Namen. Von Lily zu Shandi über Shannon zu Samantha und zurück zu Shannon. Mit fünf Jahren wird sie von Miranda adoptiert, welche bereits eine fünfjährige Tochter hat. Miranda gibt sich sehr viel Mühe, doch Shannon wird sich nie richtig zu Hause fühlen. Auch wenn sie Miranda sehr gern hat und ihr unendlich dankbar ist, beginnt Shannon sie zu beklauen, schwänzt die Schule und reist von zu Hause aus. Dies Alles tut sie, weil sie nicht weiß wer sie ist und wo sie her kommt. Sie findet sich im Leben nicht zurecht, fühlt sich fremd und zweifelt an sich selbst. Das Vertrauen, welches Miranda zu Shannon verloren hat, lässt sich nur schwer wieder aufbauen und so beginnt für Shannon ein Kampf um ihre Familie und auch um ihr wahres Ich! 
 

Meine Meinung: 
Marjorie Celonas Debüt "Hier könnte ich zur Welt kommen" ist ein sehr realitätsnaher Roman, der an Traurigkeit nur schwer zu überbieten ist. Shannon fühlt sich Nirgends wirklich zu Hause, schwebt eher durch die Welt, immer auf der Suche nach ihren Wurzeln. Im Buch werden zwei verschiedene Handlungsstränge durchlaufen. Zum einen erfährt der Leser, was Shannon alles seit ihrer Geburt erlebt hat und zum anderen wird die Zeit vor Shannons Geburt erläutert, wodurch der Leser die Beweggründe erfährt, die dazu geführt haben, dass Shannon ausgesetzt wurde.

Sehr ungewöhnlich und gewöhnungsbedürftig ist die Erzählperspektive des Buches. Shannon erzählt im Buch in der Ich-Perspektive von ihrem Leben. Auch Zeiten, an die sich Menschen nicht erinnern können werden uns von Shannon erzählt. Ich fand es anfangs sehr verwirrend, dass sie uns von ihrem Leben als Säugling selbst berichtet. Auch als sie das erste Mal von der Zeit vor ihrer Geburt erzählt war ich verwirrt, weil ich anfangs nicht wusste, um wen es in diesem zweiten Handlungsstrang geht.

Die Charaktere werden von Marjorie Celona sehr eindeutig beschrieben und man kann sich diese sehr gut als in Wirklichkeit existierende Charaktere vorstellen. Miranda, welche sich nichts mehr gewünscht hat, als ein Kind zu adoptieren und groß zu ziehen, gibt ihr bestes um Shannon zu integrieren. Aber auch ihre Geduld ist irgendwann vorbei und sie stößt an ihre Grenzen, welche ganz natürlich sind. Shannon, die sich anfangs fremd in der Welt fühlt und erst lernen muss sich mit ihrem Leben zu arrangieren, wirkt schon in einem noch sehr jungen Alter sehr erwachsen in ihrem Denken. Nicht jedoch im Handeln und so rutsch sie auch zeitweise in eine dubiose Gesellschaftsschicht ab, aus welcher sie jedoch relativ schnell wieder heraus findet.

Die Handlung baut sich schrittweise auf und Shannon wird immer älter. Die Geschichte schreitet eher leise voran. Den eventuell erwarteten Knall gibt es nicht und so begleitet der Leser Shannon bis hin zu ihrem siebzehnten Geburtstag. Die eingebauten Zeitsprünge sind sehr gut gewählt und dadurch fallen eventuell ausgelassene Lebensjahre nicht auf. Die Handlung läuft flüssig weiter und ich fühlte mich auch nicht durch die sich abwechselnden Handlungsstränge gestört. 

Nach dem Lesen der Leseprobe habe ich auf das oft so typische Happy End gewartet. Diese Erwartungshaltung habe ich aber sehr schnell wieder fallen lassen, weil ich mir selbst nicht sicher war, was ich mir für Shannon wünschen sollte. Rückblickend habe ich immer gehofft, dass sie beginnt sich so zu akzeptieren wie sie ist, damit sie ein Weg findet mit ihrem Leben umzugehen.

"Hier könnte ich zur Welt kommen" ist kein Buch über die Suche nach dem Glück. Es ist eher ein Buch über die Suche nach den Wurzeln, um zu verstehen und zu verzeihen. Die sehr wertfreie Erzählung macht das Buch zum Ende hin zu etwas ganz Besonderem.


Lieblingszitat:
"Irgendjemand da draußen braucht immer ein Zuhause." (Seite 60)





[Rezension] Die Mechanik des Herzens von Mathias Malzieu


Informationen zum Buch (Paperback)
Erscheinungsdatum: 08.06.2012
Verlag: Carl´s books
ISBN: 978-3-570-58508-5
Preis: 12,99
Seiten: 187
Reihe: 1/1
Originaltitel: La Mécanique du Coeur

Erster Satz:
Am 16. April 1874 schneit es auf Edinburgh.

Inhalt: 
Jack wird in der kältesten Nacht des Jahres geboren, doch sein Herz ist zu Eis erstarrt. Die Hebamme Madeleine setzt ihm eine Kuckucksuhr ein, welche sein Herz beim Schlagen unterstützt. Da die Mutter ihr Kind nicht behalten will und Madeleine keine Eltern für ihn findet, zieht sie ihn selbst groß. Sie stellt drei Regeln für Jack auf, der sein Herz und damit auch seine Kuckucksuhr nicht zu stark belasten darf. Jack darf seine Zeiger nicht berühren, sich nicht aufregen und sich nicht verlieben. Mit zehn Jahren darf Jack das erste Mal mit seiner Mutter in die Stadt. Dort trifft er die kleine Tänzerin Acacia, welche er von dieser Zeit an nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Nach dieser Begegnung muss Madeleine seine Uhr reparieren, da diese vollkommen aus dem Takt gekommen ist. Viele Jahre träumt Jack von Acacia, findet sie aber in der Stadt nie wieder. Einige Jahre später begibt sich Jack auf eine große Reise, um nach der kleinen Tänzerin zu suchen.


Meine Meinung:
Was für ein Buch! Eine kleine Zusammenfassung meiner Gefühle nach dem Lesen des Buches könnte folgendermaßen aussehen: unerwartet, unendlich traurig, düster, lebhaft, fantasievoll, spritzig, von einer anderen Welt!
Mit „Die Mechanik des Herzens“ erschafft Mathias Malzieu ein einmaliges Werk, welches vor Fantasie und Einfallsreichtum nur so strotzt! Nach dem Lesen des Klappentextes dachte ich, ich wüsste worauf ich mich einlasse, wenn ich dieses Buch lese. Aber da habe ich wohl falsch gedacht. Nachdem ich zu Beginn bei jedem zehnten Satz den Kopf geschüttelt habe und über die Fehlerhaftigkeit  des Inhaltes nachgedacht habe, musste ich nach fünf Seiten feststellen, dass jeder Satz, ja jedes einzelne Wort vom Autor genauestens überdacht und ausgewählt wurde. Man könnte sagen, dass ich falsch gedacht habe, da ich scheinbar vergessen hatte, wie man die Realität ausschaltet und sich vollkommen auf eine neue Welt einlässt! Nachdem mir das gelungen ist konnte ich mich vollkommen in das Buch einfühlen.
Die Phantasie des Autors scheint keine Grenzen zu kennen, was den Leser in eine vollkommen neue Welt trägt. Die Worte von Malzieu sind so stark und so bildhaft, dass diese Welt vor meinen Augen entstand. Ich sah Jacks Kuckucksuhr in seiner Brust, Menschen die zu Eissäulen erstarrten und die kleine Tänzerin genau vor mir. Ich bilde mir ein, die Charaktere und die geschilderten Orte unter hunderten von Zeichnungen wiedererkennen zu können. Kurzum: kein Autor vorher hat es geschafft eine solch fiktive Welt so lebhaft erscheinen zu lassen!
Auch die Charaktere, welche so liebevoll bis ins kleinste Detail erschaffen wurden sind mir ans Herz gewachsen und einige Stellen im Buch haben mir vor Traurigkeit beinahe den Atem geraubt. Jack, welcher anfangs so klein, zerbrechlich und unerfahren wirkt und sich dann allein auf den Weg in die große, weite Welt begibt, wollte ich ihn einfach nur beschützen. An einigen Stellen wollte ich ihm sogar Ratschläge zurufen. Die kleine Tänzerin, welche so eitel und doch sympathisch ist, kann ich mir aus dieser Geschichte mit all ihren Eigenheiten nicht mehr wegdenken! Auch wenn das Buch nur sehr wenig Seiten hat, geschieht auf diesen sehr viel. Der Autor baut immer wieder größere Zeitsprünge ein, welche inhaltlich passend sind und die Handlung weiter voran treiben. 
Das Hauptthema des Buches ist die Liebe. Die Hauptbotschaft: Liebe kann unglaublich schön sein, aber auch unglaublich grausam. Ein tolles Märchen für Erwachsene, welche mich zum Träumen und mitfühlen brachte und mich nicht mehr los lässt. Die unglaublich vielen Metaphern und die poetische Sprache machen dieses Buch zu einem unvergleichbaren Leseerlebnis!
 





[Reisebericht: Island] Der Goldene Kreis III - Geysir und Strokkur

Die letzten zwei Post über Island befassten sich mit Þingvellir und Gullfoss. Beides sind Attraktionen des "Goldenen Kreises" (Golden Circle), welche sich von Reykjavik aus perfekt an einem Tag besichtigen lassen! Heute möchte ich mich der letzten Sehenswürdigkeit des Golden Circle widmen. Dem Geysir und dem Strokkur. 

Die ehemals berühmteste Attraktion Islands war der Geysir, welcher seine Fontäne bis zu 80m hoch in die Luft spuckte. Leider haben Touristen den Geysir in den 1950er Jahren mit Steinen verstopft, wodurch dieser nun nur noch zwei Mal am Tag zu bewundern ist. Mir war das Glück bisher leider nicht vergönnt.

Der Strokkur liegt aber zum Glück gleich um die Ecke. Dieser Spuckt durchschnittlich alle 6 Minuten eine 15 bis 30m hohe Fontäne in die Luft. Steht man falsch, bekommt man eine unangenehme Dusche. Der Strokkur entsteht durch den Einschluss von geothermischem Wasser in engen Spalten. Während sich das Wasser in der Tiefe aufheizt und wieder zu Dampf wird, kühlt sich die Oberfläche ab. 

Auch das Gelände um den Strokkur herum ist eine Besichtigung wert! Dort schillern kleine Tümpel in allen Regenbogenfarben und aus der Erde steigt bis zu 100°C heißes Wasser auf. 
Alle drei Sehenswürdigkeiten des Goldenen Kreises kosten, wie so viele Attraktionen in Island, keinen Eintritt. 






[Neuzugang] Die Edelstein Trilogie von Kerstin Gier

Endlich habe ich sie auch in meinem Regal stehen... die Edelstein Trilogie von Kerstin Gier. Die Bücher stehen schon eine ganze Weile auf meiner Wunschliste, aber irgendwie habe ich immer auf das Taschenbuch gewartet. Jetzt, wo der Film Rubinrot in den Kinos läuft, konnte ich mich nicht  mehr zurück halten! Am Sonntag habe ich die drei Bücher bestellt, gestern kamen sie mit der Post. Ich freu mich schon die Bücher zu lesen!




[Messe] Buchmesse in Leipzig - Meine Eindrücke

Gestern war der letzte Tag der Leipziger Buchmesse. Ich hatte das Glück am Freitag nach Leipzig fahren zu können und möchte Euch nun kurz meine Eindrücke schildern.



Diese Buchmesse war meine erste und ich war etwas geplättet von der Größe und der Vielfalt! Ich habe mir alle vier Hallen angeschaut und die Wunschliste ist doch um einige Bücher angewachsen. Es ist wirklich unglaublich wie viele unterschiedliche Verlage es gibt. Besonders viel Zeit habe ich natürlich an den Ständen der großen Verlage verbracht.



Mit dem Bücherkauf habe ich mich zurück gehalten. Ich habe noch so viele ungelesene Bücher und ich wollte diesen Stapel nicht noch weiter anwachsen lassen. Daher habe ich tatsächlich nur zwei Bücher gekauft. 

Wer mich kennt weiß, dass ich alte Bücher über alles liebe! Daher war ich begeistert, als ich gleich zu Beginn die Antiquariatsmesse entdeckte. Ein wirklich kleiner, aber feiner Abschnitt auf der Buchmesse! Die meisten Bücher konnte ich mir natürlich nicht leisten. Dann habe ich jedoch ein Exemplar entdeckt, welches mich so sehr angestrahlt hat, dass ich es kaufen musste! Das Buch "In einem anderen Land" von Ernest Hemingway stammt aus dem Jahr 1952 und schmückt nun mein Bücherregal!

Das Highlight meines Tages war dann das Zusammentreffen mit Sebastian Fitzek. Der Stand war schon von weitem zu erkennen, da sich dort unglaublich viele Menschen aufhielten. Schnell kaufte ich mir das aktuelle Buch von ihm und reihte mich in die Schlange der Wartenden ein. Sebastian Fitzek nahm sich Zeit für jeden und kam unglaublich sympathisch rüber. Ich war ganz begeistert und freue mich immer noch über die signierte Ausgabe von "Der Nachtwandler".



Zum Schluss begab ich mich noch völlig erschöpft zum Interview und zur Lesung mit Wolfgang Hohlbein. Das Interview brachte ein paar interessante Informationen zu tage und ich freute mich diesen hervorragenden Autor einmal live zu sehen! Am Ende gab es noch ein PHANTAST Sonderheft zum 60. Geburtstag und 30. Bestsellerjubiläum, welche ich mir von Herrn Hohlbein signieren ließ.  
  Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Messe wirklich toll war! Ein wenig war ich doch überfordert und am Ende auch total kaputt. Freitag konnte ich mir nicht vorstellen diesen Stress nächstes Jahr wieder auf mich zu nehmen. Heute bin ich jedoch schon wieder anderer Meinung und freue mich schon auf die Messe im nächsten Jahr.


[Rezenesion] Cassia & Ky. Die Ankunft von Ally Condie


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 07.01.2013
Verlag: Fischer FjB
ISBN: 978-3-8414-2151-7
Preis: 16,99€ 
Seiten: 608
Reihe: 3/3

Erster Satz:
Jeden Morgen geht die Sonne auf, färbt die Erde rot, und ich denke: Dies könnte der Tag sein, an dem sich alles ändert.

Inhalt:
Nachdem sich Cassia und Ky endlich wieder gefunden hatten, mussten sie sich auch schon wieder trennen. Cassia wird zurück in die Hauptstadt geschickt, um dort als Sortiererin zu arbeiten und Ky wird von der Erhebung zum Piloten ausgebildet. Xander arbeitet unterdessen als Funktionär in der medizinischen Abteilung. Auch er hat sich, wie viele andere, der Erhebung angeschlossen. Als eines Tages eine Seuche ausbricht, zeigt sich die Erhebung zum ersten Mal in der Öffentlichkeit. Da die Erhebung in Besitz eines Gegengiftes ist, beginnen die Menschen ihr zu vertrauen. Nach und nach übernimmt die Erhebung die Macht über die größeren Städte. Xander arbeitet rund um die Uhr in der medizinischen Abteilung, um die Menschen von der Seuche zu heilen. Doch dann tritt erstmals eine Mutation auf und alle Heilmittel sind nutzlos. Nun ruht die letzte Hoffnung des Steuermannes auf Xander, Cassia und Ky, welche sich auf die Suche nach einem neuen Gegenmittel machen.


Meine Meinung:
Das Cover des letzten Bandes der Bestseller-Trilogie um Cassia und Ky schließt nahtlos an die ersten zwei an. Mir gefällt das gewählte Bild sehr gut und es spiegelt den Inhalt des Buches auf besondere Weise wieder. Auch ohne Schutzumschlag gefällt mir das Buch sehr gut, da das Bild auch direkt auf den Buchdeckel gedruckt ist. Beim Lesen des Buches fiel mir weiterhin auf, dass der Name des aktuell erzählenden Charakters oben links und rechts am Rand geschrieben steht, was teilweise zur Orientierung sehr hilfreich ist. 
Auch wenn die Zeitspanne zwischen Band zwei und drei etwas größer ausgefallen ist, hatte ich keine Probleme mich in die Handlung einzufinden. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus der Sichtweise von Cassia, Ky und Xander beschrieben, was mir gut gefallen hat. Der Leser bekommt einen Einblick in die unterschiedlichen Gedanken und Gefühle der Charaktere. Im Laufe der drei Bände haben sich die drei Hauptfiguren enorm gewandelt und im abschließenden Band ist zu erkennen, wie erwachsen die drei geworden sind. Besonders Xander hat eine riesen Veränderung durchgemacht! Ky verliert zum Ende des Buches nun endlich seine Anspannung, welche mich in den vorherigen Teilen oft gestört hat. Anfangs noch störrisch und eigensinnig, wandelt sich sein Charakter nun etwas zum Ruhigen und Sanften. Cassia erscheint mir als sehr ruhig. Bei ihr hat mir an einigen Stellen die Wut bzw. Verzweiflung gefehlt. Bei allen Charakteren vermisse ich die tiefergehenden Gedanken zur Seuche, welche nur ein Mittel für die Erhebung sein sollte, um die Macht zu ergreifen. Durch die rasante Ausbreitung kam es jedoch zu vielen Todesopfern, was bei keinem der Charaktere zu Zweifeln an der Erhebung führte
Die Beziehung zwischen Cassia und Ky wird für meinen Geschmack viel zu kühl dargestellt. Hier fehlt meiner Ansicht nach ein wenig Romantik, die ich noch aus dem ersten Teil so deutlich in Erinnerung habe. Romantik lässt sich ansonsten nur anhand der Gedichte erahnen, welche Cassia und Ky so viel bedeuten und welche mir nichts desto trotz wirklich gut gefallen.
Die Handlung im Buch verlief überraschend ruhig. Ich hatte mehr Aufruhe erwartet. Im Allgemeinen gefiel mir der Handlungsstrang sehr gut, doch fehlte mir an einigen Stellen die Spannung, welche dieses Finale gut vertragen hätte. Es gab leider wenig Überraschendes für mich und viele Punkte waren schon vorher zu erahnen. Trotz allem ist die Handlung des Buches sehr gut durchdacht und viele Fragen aus den vorherigen Teilen konnten geklärt werden.
Auch wenn dieses Buch nicht das stärkste der Trilogie war, ist es alles in allem ein gelungener Abschluss, welcher mir viel Freude beim Lesen bereitet hat.






[Neuzugang] Hier könnte ich zur Welt kommen von Marjorie Celona


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 11.03.2013
Verlag: Insel Verlag
ISBN: 978-3-458-17562-9
Preis: 19,95 
Seiten: 347
Reihe: 1/1
Originaltitel: Y

Klappentext: 
Vancouver Island, ein kühler Morgen im August, früh um fünf: Eine schmale junge Frau im groben Arbeitsoverall legt ein winziges Bündel auf einer Türschwelle ab und eilt davon. Das Bündel ist ein neugeborenes Mädchen, eingewickelt in ein graues Sweatshirt, ein Schweizer Messer zu ihren Füßen als einzige Erinnerung an ihre Mutter. Shannon findet schließlich bei der warmherzigen Miranda und ihrer Tochter Lydia-Rose ein Zuhause. Doch sie fühlt sich dort stets wie eine Fremde – von wem hat sie den blonden Lockenbusch auf dem Kopf, woher die kleine Statur? Die Frage danach, warum sie ist, wie sie ist, und die drängende Sehnsucht, ihre Mutter zu finden, lassen sie nicht los, und so macht sie sich mit sechzehn auf die Suche nach der Unbekannten im Overall, das Schweizer Messer in der Tasche. Ihr Weg führt sie zu einem Ort in den Urwäldern von Vancouver Island, deren Kronen sich mächtig und uralt wie ein Gewölbe über den Menschen aufspannen, ihnen Geborgenheit und Schutz geben. Was Shannon dort findet, ist eine ergreifende Geschichte von wilden Herzen, beschädigten Helden und von leisem Schmerz.
Ein Mädchen auf der Suche nach ihrer Herkunft, nach dem, was war. Eine Mutter, die das Vergangene vergessen will. Ein bewegendes Debüt, das freilegt, was Worte wie Identität, Familie und Zuhause wirklich bedeuten.




[Neuerscheinung] Eine Handvoll Leben von Monika Dahlhoff


© Coverrecht: Bastei Lübbe
Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 14.03.2013
ISBN: 978-3-404-60714-3
Preis: 8,99 
Seiten: 268
Reihe: 1/1

Klappentext:
Winter 1944. Von russischen Soldaten wird die kleine Monika in einen Kindergulag verschleppt. Karges Essen, ein Schlafplatz zwischen Ratten und völlige Verwahrlosung – als das Mädchen nach Jahren befreit wird, ist ein normales Leben nicht möglich. In einer Pflegefamilie versucht man Monika mit Gewalt und Strenge beizukommen, doch sie sehnt sich nach Geborgenheit und hofft noch immer auf ein Wiedersehen mit ihrer Mutter. (Quelle: Bastei Lübbe)