[Rezension] Schwesterlein, komm stirb mit mir von Karen Sander


Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 01.08.2013
Verlag: Rowohlt
ISBN: 978-3-499-24217-5
Preis: 9,99€ 
Seiten: 400 

Erster Satz: 
Siegburg. Gestern mussten wegen eines Brandes sämtliche Insassen der Justizvollzugsanstalt Siegburg evakuiert werden. 

Inhalt: 
So etwas barbarisches hat Hauptkommissar Stadler in seiner gesamten Dienstzeit noch nicht gesehen. Eine Frau wird in ihrer Wohnung ermordet und so grausam zugerichtet, dass selbst Georg Stadler mit sich und seiner Beherrschung zu kämpfen hat. Beim Anblick dreht es ihm und seinen Kollegen den Magen um. Nach der Autopsie werden interessante Befunde gemacht und Stadler ist sich nun absolut sicher es mit einem Serienmörder zu tun zu haben, da ihn dieser Fall an einen früheren erinnert. Da dafür bereits ein Mann in Haft sitzt, findet seine Idee bei den Kollegen und beim Chef keinen Anklang und so setzt er sich auf eigene Faust mit Liz Montario in Verbindung. Liz ist Psychologin und spezialisiert auf Serienmörder. Sie selbst wird gerade von einem anonymen Briefeschreiber bedroht, nimmt den Auftrag von Stadler aber trotzdem an. Doch auch die anonymen Briefe an sie werden nicht weniger. Als weitere Morde geschehen unterstützt sie die Polizei offiziell, woraufhin sie eine grausame Entdeckung machen wird, deren Fäden weit in die Vergangenheit zurück reichen.
  

Meine Meinung:
Da ich mich für dieses Buch bisher nicht interessiert habe und es durch eine Verwechselung den Weg zu mir gefunden hat, bin ich ohne Vorkenntnisse und ohne Erwartungen an dieses Buch heran gegangen. Umso mehr steigerte sich meine Begeisterung für das Buch während des Lesens und umso größer ist meine Begeisterung für das Buch nun. 

"Schwesterlein, komm stirb mit mir" von Karen Sander zeigt dem Leser die Abgründe des menschlichen Handelns und greift dabei noch sehr schwierige und zum Teil auch viel diskutierte Themen auf. 

Hauptkommissar Georg Stadler hat bei seinen Kollegen den Ruf ein Womanizer zu sein. Tatsächlich liegt ihm aber sein Job bei der Polizei viel mehr am Herzen und er ist bereit alles zu tun um einen Fall zu lösen. Auf mich wirkt er sehr sympathisch und ich konnte ihn und seine Art von Beginn an gut leiden.
Liz Montario wirkt zu Beginn sehr unnahbar und ich hatte gleich das Gefühl, dass sie etwas versteckt. Trotz allem mochte ich sie, auch wenn sie es dem Leser schwer gemacht hat. Nachdem sie sich entscheidet mit offenen Karten zu spielen, war sie mir genau so sympathisch wie Stadler. 

Das Buch wird aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, so dass der Leser sich immer am Ort des aktuellen Geschehens befindet und so auch nichts versäumt. Trotz allem bin ich nie wirklich dazu gekommen, den Fall selbst zu klären. Ich wurde immer wieder vom Fortgang überrascht.

Die Kapitelenden sind geschickt mit Chiffhangern gespickt, welche durch die Perspektivenwechsel nicht sofort aufgeklärt werden. Dadurch bleibt der Spannungsbogen die ganze Zeit erhalten und das Buch liest sich schnell weg. Karen Sander ist dabei in ihrer Art und Weise zu schreiben nicht zimperlich. Grausige Details werden dem Leser unerbittlich geschildert und jeder Blutfleck wird beschrieben. Auch die Ermittlungsarbeit wurde für meinen Geschmack sehr gut beschrieben. Durch Teammeatings wird der Leser immer wieder auf den neusten Stand gebracht. Einige Ermittlungen verlaufen sich nach einer Weile im Sand und so wird dem Leser ein guter rund um Blick gewährt. 

Was mich nicht vollkommen überzeugt hat ist das Ende. Dieses war mir zu einfach und zu schnell gestrickt. Weiterhin bleibt bei mir eine Frage offen. Ob das eine Ungereimtheit ist oder die Möglichkeit einer Fortsetzung  offen lässt wird sich zeigen.  



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