[Rezension] Arkadien fällt von Kai Meyer

ACHTUNG! 
Sollte ihr den ersten Teil "Arkadien erwacht" und den zweiten Teil "Arkadien brennt" noch nicht gelesen haben, birgt diese Rezension Spoilergefahr! 

Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: Oktober 2011
Verlag: Carlsen
ISBN:  978-3-551-58203-4
Preis: 19,90€ 
Seiten: 448
Altersempfehlung: Ab 14 Jahren

Erster Satz: 
Wären wir Narben, dann wären unsere Erinnerungen die Fäden, die uns zusammenhalten.

Inhalt:
Eine Beerdigung, ein geheimes Treffen und ein Mord! Was darauf folgt ist die Flucht. Rosa und Alessandro müssen fliehen, vor ihrer Familie, vor ihrem Clan und vor der Polizei. Beim letzten Angriff auf die beiden, ist Rosas Haus komplett abgebrannt und sie und Alessandro konnten sich gerade so retten. Leider sind ihre Probleme noch immer vorhanden. Beide werden von ihren Clans nicht akzeptiert. Auch ihre Liebe stößt auf sehr viel Abneigung und Hass. Und als ob das nicht schon genug wäre, müssen sie sich noch mit den Schatten der Vergangenheit rumzuschlagen. Beide wissen nicht mehr, wem sie noch vertrauen können und so versuchen sie ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Manchmal ist eine Trennung eben besser, als zusammen zu bleiben...


Meine Meinung:
Einen furiosen Abschluss hat Kai Meyer mit dem letzten Band der Arkadientrilogie "Arkadien fällt" geschaffen. Mehr Spannung, mehr mysteriöses und mehr Kreaturen als in den zwei Teilen davor.

Schon das erste Kapitel des Buches hat mich vollkommen aus der Bahn geworfen und nach dem ersten Absatz habe ich das Buch das erste Mal aus der Hand legen müssen. Was danach folgt ist ein Strudel aus Gefühlen wie Trauer, Wut, Hass, Angst und Sehnsucht, der mich ganz tief in das Buch hinein gesogen hat.

Rosa, die einst so unsicher und unnahbar war, hat sich vollkommen verändert. Sie wächst immer besser in ihre Rolle als Clanführerin hinein, versucht sich aber immer von ihrer restlichen Familie zu unterscheiden. Alessandro bleibt dabei ihr Fels in der Brandung, auch wenn es Szenen gibt, in denen sie ihm Misstraut. Dieses Misstrauen nimmt sie sich selbst übel, aber Alessandro kann mit all dem umgehen. Ihre Verwandlungen haben beide unterdessen in den Griff bekommen. Die Liebe der beiden ist so groß, dass sie aus dem Buch hinaus zu strahlen scheint.

Die Handlung in diesem Teil ist so unglaublich toll, dass ich wie festgeklebt war. Die einzelnen Szenen sind so lebendig beschrieben, dass sie vor meinen Augen Gestalt angenommen haben. Vor allem die Szenen, die sich auf der Stabat Mater abgespielt haben, haben mich fasziniert und abgeschreckt zugleich. Die Erzählungen und Beschreibungen waren so gut, dass ich gedacht habe, ich wäre selbst auf dem Schiff. Bei diesen Szenen hat es mich echt gegruselt!

Alle Fragen, die während des Lesens der Trilogie aufgekommen sind, wurden beantwortet und alle Rätsel wurden gelöst. Trotz allem erscheint mir das Ende ziemlich offen gestaltet zu sein.
Eine tolle Geschichte, von einem tollen Autor, mit tollen Charakteren. Eine Geschichte, die sich von Band zu Band gesteigert hat. Eine Geschichte die ich allen ans Herz legen möchte!




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