[Rezension] Stolen Mortality von Jennifer Benkau


Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 01.06.2013 
Verlag: Sieben Verlag
ISBN: 978-3-864431-11-1
Preis: 14,90 
Seiten: 360

Erster Satz: Flüsterworte in einem Wald, irgendwo in den Highlands.

Inhalt:
Bis vor kurzem war die Welt von Jamian und Junias noch in Ordnung. Seit dem Tod ihres Vaters haben beide Brüder jedoch eine schwere Bürde zu tragen. Zuerst wurde Jamian und dann, etwa ein Jahr später, wurde auch Junias in einen Kienshi verwandelt. Kiensh sind Vampirwächter, die Nacht für Nacht in die Stadt fahren, um die dort ansässigen zu bewachen. Beide wussten bis zu ihrer Verwandlung nicht, dass es so was wie Kienshi oder Vampire gibt. Jamian, der Wächter von Glen Mertha, macht seine Aufgabe sehr gut und schafft es, dass Menschen, Vampire und Kienshi in Einklang leben. Als er eines Nachts mitten in einen Kampf platzt, muss er feststellen, dass eine Frau von den Vampiren schwer verletzt wurde. Jamian begibt sich zu ihr, glaubt aber nicht, dass sie ihre Verletzungen überleben wird. Als er jedoch kurze Zeit später ihre Zähne in seinem Hals spürt, wird ihm sein Fehler schmerzhaft bewusst. Seine letzten Gedanken drehen sich nur noch um die Frage, was sie will und wieso sie den Frieden in der Stadt stört. Dann folgt nur noch Dunkelheit...
 

Meine Meinung:
"Stolen Mortality" ist das erste Buch, dass ich von Jennifer Benkau gelesen habe und ich muss sagen, dass es mir in weiten Teilen wirklich gut gefallen hat. Mit jeder Seite wurde das Buch besser und interessanter, bis dann das Ende kam, welches mich sehr überrascht und verstört hat. 

Zu Beginn des Buches erhält der Leser einen Einblick in das Leben von Jamian und Junias. Beide waren mir von Beginn an sympathisch und ich konnte ihre Probleme und Gewissensbisse sehr gut verstehen.
Jamian ist der ältere der beiden Brüder und trägt auch die meiste Verantwortung. Junias ist der kleine Bruder, was er auch hin und wieder zu spüren bekommt. Beide sind sich aber, was ihre Art und ihr Verhalten betrifft, sehr ähnlich. Beide sind impulsiv, aber Jamian hat sich wesentlich besser unter Kontrolle als Junias. 
Ein Problem, was mir besonders zu Beginn Schwierigkeiten bereitet hat, waren die Namen der beiden. Jamian und Junias. Die Namen sind sich so ähnlich, dass ich sie anfangs oft verwechselt habe. Ständig musste ich stoppen und schauen, wer wer ist. Nach einer Weile ging aber auch das. 

Ein weiterer Charakter des Buches ist die Vampirfrau Laine. Ich mochte sie von Beginn an sehr gerne und sie konnte tun und lassen was sie wollte, ich mochte sie immer noch. Das tolle ist, dass sie einem zeigt, dass Liebe Welten verbinden kann, auch wenn die Schlucht noch so unüberwindbar scheint. Genau dieser Punkt macht das Buch zu etwas Besonderem.

Der Schreibstil von Jennifer Benkau ist angenehm und flüssig zu lesen. Nur eine Kleinigkeit hat mich hin und wieder gestört. Das Lieblingswort der Autorin scheint "Aye" zu sein. Eventuell ist das eine Anspielung auf den Schauplatz der Handlung, Schottland. Mir kam das Wort aber viel zu häufig vor. Jedes Mal hat es aus dem Text raus gestochen, da es nicht zur restlichen Sprache gepasst hat. Möglich, dass es sich in der englischsprachigen Version besser einpasst. 

Das Ende des Buches fand ich wirklich verstörend und unerwartet. Es war überraschend, traurig und gruselig. Ich will und darf nicht zu viel verraten...aber: warum?

Ein wirklich tolles Buch, dass ich weiter empfehlen kann. Leider kann ich das Buch nicht mit anderen Büchern von Jennifer Benkau vergleichen. Ich hoffe also, auch euch gefällt das Buch!




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