[Rezension] Sommernachtszauber von Ellen Alpsten


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 15.06.2013
Verlag: Coppenrath
ISBN: 978-3-64961-056-4
Preis: 17,95€ 
Seiten: 416

Erster Satz: Bis zur Aufführung blieb Johannes noch eine halbe Stunde.

Inhalt:
Caroline und Mia sind beste Freundinnen, studieren gemeinsam an einer der besten und anspruchsvollsten Schauspielschulen Berlins, könnten aber unterschiedlicher nicht sein. Mias Eltern sind bereits bekannte Schauspieler, sie haben viel Geld und Mia bekommt fast alles was sie will. Caroline dagegen kümmert sich um ihren achtjährigen Bruder, weil ihre Mutter das nicht mehr schafft. Neben ihrem Studium jobbt sie, um wenigstens Geld für das Notwendigste zu haben. Als sich nun beide Freundinnen um die Rolle der Julia an der Seite des berühmten Ben Behrens bewerben, sind Spannungen vorprogrammiert. Caroline bekommt die Rolle im Stück "Romeo und Julia" und Mia wird in die Requisite verbannt. Mit dieser Niederlage kann sie nur schwer umgehen und so entsteht der erste kleine Bruch zwischen den beiden. Als Caroline nachts ins Theater geht um zu proben trifft sie Johannes, der ein großes Geheimnis verbirgt. Gefangen zwischen Raum und Zeit im Theater ist er immer da und hilft Carolin die Rolle der Julia zu begreifen und zu spielen. Alles könnte so perfekt sein, wenn da nicht dieser Fluch wäre, der alles zu zerstören droht.
 

Meine Meinung:
Auf dieses Buch war ich wirklich gespannt. Ich habe in letzter Zeit schon die ein oder andere Geistergeschichte gelesen und war nun gespannt, in wie weit Ellen Alpsten es schaffen würde, sich von diesen abzuheben. Und in der Tat! Es ist ihr gelungen mit "Sommernachtszauber" eine ganz neue Geschichte zu schreiben, in der es um Freundschaft, Neid, Hass, Liebe und auch um die Liebe zum Theater geht. 

Die Geschichte wird aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt, wodurch zwei parallel ablaufende Handlungsstränge entstehen. Zum einen geht es um Caroline, die ganz klar die Hauptperson in diesem Buch darstellt. Sie hat mich innerhalb der Geschichte wirklich beeindruckt. Sie kommt aus armen Verhältnissen und versucht sich ihren Traum einer Schauspielkarriere zu verwirklichen. Ihre Mutter kommt mit ihrem eigenen Leben nicht klar und so muss sich Carolin um wirklich alles kümmern. Eigentlich ist sie eher schüchtern und in sich gekehrt, aber im Laufe der Handlung verändert sie sich und findet das Selbstbewusstsein, das ihr bisher gefehlt hat. 
Die zweite Perspektive wird von Mia erzählt. Die beiden Freundinnen könnten unterschiedlicher gar nicht sein. Mia hat all das, was Caroline nicht hat. Im Buch erfährt der Leser dann, wie Mia wirklich ist und wie weit sie gehen würde, um das zu bekommen was sie will. Läuft es aber einmal nicht so wie sie es will, kann sie damit nicht umgehen. 

Mia konnte, ich im Gegensatz zu Caroline, so gar nicht leiden. Für mich stellt sie die Zicke dar, die alles will, was sie nicht haben kann. Caroline, die eine solch große Bürde zu tragen hat, habe ich eher bewundert. Trotz all ihren Problemen schafft sie es ihren Traum zu leben. 
Und dann sind da ja auch noch Johannes und Ben. Beide sind wirklich sehr nett und ich konnte beide gut leiden. Ben mochte ich noch ein wenig mehr als Johannes... warum weiß ich auch nicht.

Das Buch liest sich wirklich gut und die Seiten flogen mal wieder nur so dahin. Durch die ständig vorhandene Spannung wollte ich das Buch gar nicht aus der Hand legen.

Trotz all dem Lob gab es leider auch Dinge, die mich beim Lesen gestört haben. Zum einen gab es für mich einen Fehler in der Zeitreihenfolge der Kapitel, der mich wirklich gestört hat. Weiterhin war ich zwischendurch von Caroline ein wenig überrascht. Nachdem sie sich mit Johannes getroffen hat, beginnt sie ihm ein wenig hörig zu werden. Sie denkt nur noch an ihn und was er wohl davon hält, was sie gerade macht. Ich war froh, dass dieses Verhalten nur kurz angedauert hat, da sie irgendwann das entsprechend nötige Selbstvertrauen gefunden hat. 

Alles in allem liest sich das Buch wirklich gut und die Geschichte ist sehr interessant. Nur über das Ende war ich dann noch einmal geschockt. Ich hätte vielleicht doch etwas anderes erwartet. Aber ich will nicht zu viel verraten...lest selbst!




1 Kommentar:

  1. Wenn du weiter so machst, wirst du wahrhaftig noch DIE Ansprechpartnerin für Rezensionen zu "Geistergeschichten". ;) Sehr schön!

    Herzliche Grüße von mir

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