[Rezension] Arkadien erwacht von Kai Meyer


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: Oktober 2009
Verlag: Carlsen 
ISBN: 978-3-551-58201-0
Preis: 19,90 
Seiten: 416

Erster Satz: "Eines Tages", sagte sie, "fange ich Träume ein wie Schmetterlinge." 

Inhalt:
Rosa ist 17 Jahre jung, hat in ihrem Leben jedoch schon mehr erlebt, als es ihr lieb ist. Ihr Vater war früher der Anführer des Mafia-Clans Alcantara auf Sizilien, der nun jedoch von ihrer Tante geführt wird. Um ihrem Leben und ihren Problemen zu entfliehen und um Ruhe und zu sich selbst zu finden, fliegt sie für eine Weile zu ihrer Tante und ihrer Schwester nach Sizilien. Was sie dort findet und erfährt bereitet ihr jedoch bald schon neues Kopfzerbrechen. Am Flughaben trifft sie das erste Mal auf Alessandro, der sie mehr interessiert, als Rosa es sich eingestehen will. Was sie erst später erfährt ist, dass Alessandro der Anführer der Mafia-Clans Carnevares. Die Alcantara und die Carnevares sind seit Jahrzehnten verfeindet und nur ein Abkommen verhindert, dass sich beide Seiten bekämpfen. Das alles interessiert Rosa jedoch nicht und so freunden sich die beiden immer mehr an. Rosa und Alessandro sind jedoch die einzigen, die das Ganze so locker sehen und so entstehen immer mehr Konflikte innerhalb und zwischen den einzelnen Mafia-Clans. 


Meine Meinung:
"Arkadien erwacht" ist der Auftakt einer Trilogie von Kai Meyer. Das Buch beginnt recht langsam, da erst einmal alles Einführende und alle Hintergrundinformationen gegeben werden müssen. Am Anfang ist also erst mal ein wenig Geduld angebracht, bevor die Handlung dann richtig Fahrt aufnimmt und einem die Ereignisse nur so um die Ohren fliegen!

Mit dem weiteren Verlauf des Buches nimmt die Handlung immer mehr an Fahrt auf. Stück für Stück wird das Buch immer interessanter und mitreißender und ich konnte gar nicht anders, als mich mitziehen lassen in den Strudel der Ereignisse und Gefühle.

Der Stil ist ganz typisch für Kai Meyer ich finde es toll, dass man seine Bücher allein am Schreibstil erkennen würde. Die Art zu schreiben ist nicht hektisch, sondern eher ruhig und somit auch wirklich angenehm zu lesen. Ich konnte mich ganz auf das Buch einlassen und habe nach und nach immer mehr in die Handlung rein gefunden.

Rosa ist eine der Hauptcharaktere und wirkte anfangs ziemlich kalt und distanziert auf mich. Durch ihren persönlichen Hintergrund, über den anfangs nur wenig geschrieben wird, hat sie sich zurückgezogen und eine unsichtbare Mauer um sich herum errichtet. Im Laufe des Geschehens erfährt man aber immer mehr über sie und da Rosa beginnt sich zu öffnen, wächst sie einem auch immer mehr ans Herz.
 Der Grund dafür ist vor allem Alessandro. Er lässt sich von ihrer Art nicht abweisen und freundet sich mit ihr an. Beide Unternehmen viel zusammen und dabei erfährt der Leser auch immer mehr über Alessandro. Anfangs hegte ich Vorurteile gegen ihn, doch diese verblassten immer mehr. Am Ende bin ich noch einmal etwas stutzig geworden, was mich aber nicht davon abhält ihn zu mögen.

Im Vergleich mit dem etwas ruhigeren Beginn, kann das Ende dafür als absolut unerwartet, aufregend und brutal bezeichnet werden. Ich war teils überrascht, teils aber auch wirklich geschockt, weil ich mit dieser Brutalität und Grausamkeit gegen Ende nun wirklich nicht gerechnet habe.  

Auch das Cover soll an dieser Stelle erwähnt werden. Auf diesem sind ein Panter und eine Schlange zu sehen, was unglaublich gut zum Buch passt. Ich finde das Buch kann keinem Genre direkt zugeordnet werden. Ich würde sagen, ein Mafia-Thriller trifft eine Liebesgeschichte mit fantastischen Elementen. Definitiv lesenswert!


Kommentare:

  1. Vielen Dank für diese Rezension. Das Buch landet sofort auf meiner Wunschliste. :)

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    1. Immer gerne! Ist auch wirklich nur zu empfehlen!
      Bald kommen die Rezensionen zu Band zwei und drei :)

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