[Rezension] Inferno von Dan Brown


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: 14.05.2013
ISBN: 978-0-593-07249-3
Preis: 19,99 
Seiten: 528
Sprache: Englisch

Erster Satz: I am the Shade.

Inhalt:
Was würdest du tun, wenn du ohne Erinnerungen an die letzten Tage in einem Krankenhaus, weit entfernt von deiner Heimat, erwachst und dann noch feststellen musst, dass gefühlt die halbe Welt hinter dir her ist? 
Genau so ergeht es Robert Langdon in seinem neusten Fall. Er erwacht mit einer Schussverletzung am Kopf in einem Krankenhaus in Florenz. Kurz nach seinem Erwachen wird eine Ärztin getötet, die einem Fremden den Zugang zu Roberts Zimmer verweigern wollte. Robert Langdon kann mit Hilfe der Assistentin Sienna fliehen, doch schon wenig später muss er erfahren, dass auch die amerikanische Botschaft versucht ihn auszuschalten. Robert entscheidet sein Heil in der Flucht zu suchen und begibt sich zusammen mit Sienna auf die Spur der vergangenen Tage. Ein kleiner Projektor in seiner Jackentasche hilft ihm die ersten Schlüsse zu ziehen und so begeben sich die beiden auf eine Schnitzeljagd, die sie weit über die Grenzen von Florenz hinaus führen wird, hinter ihnen immer die Soldaten, die nicht davor abschrecken von ihren Waffen Gebrauch zu machen.
 

Meine Meinung:
Dieses Buch ist wirklich faszinierend. Von Beginn an war ich gefesselt und wollte wissen, wie die Handlung weiter geht. Als kurz vor Ende des Buches alles verraten wurde und endlich Licht ins Dunkel der vergangenen Tage gebracht wurde, habe ich begonnen ein wenig an dem Buch zu zweifeln. Das Ende des Buches hat mich dann noch einmal völlig überrumpelt und lässt mich zwiegespalte zurück, was eine Bewertung des Buches wirklich schwierig macht.

Wie schon gesagt, war ich von Beginn an gefesselt. Robert Langdon ohne Erinnerungen und mit Schussverletzung! Wie konnte es nur dazu kommen? Die englische Sprache machte es mir persönlich dann leider schwer, meine Neugier komplett zu stillen. Der anspruchsvolle Kontext, mit all den historischen, künstlerischen, kirchlichen und architektonischen Details, ließ mich wirklich sehr langsam voran kommen. 

Trotz allem hat es Dan Brown geschafft, dass ich mich für die von ihm angesprochene Thematik interessiere. Eigentlich sind Themen wie Botticelli's Karte der Hölle und Dante's Inferno nicht meine Hauptinteressensgebiete. Den Einblick den ich durch dieses Buch bekommen habe hat mir aber sehr gut gefallen und ich fand es interessant ein paar Details zu erfahren.

Ein weiteres Charakteristika von Dan Browns Büchern ist die umfassende Erklärung und Beschreibung der Umgebung, der Stadt und der Gebäude. Im Großen und Ganzen fand ich das sehr interessant, aber an einigen Stellen waren mir die Erklärungen zu langatmig. Das hat dazu geführt, dass die Handlung ins Stocken geriet. Manchmal habe ich Seite um Seite gelesen, hatte aber das Gefühl, dass rein gar nichts passiert ist. 

Sehr interessant finde ich die Cover- und Buchgestaltung, weshalb ich diese auch hier erwähnen möchte. Der Schutzumschlag der englischen Ausgabe gefällt mir unglaublich gut. Die Gummierung führt dazu, dass die Bilder noch einmal ganz anders wirken. Auch ohne den Schutzumschlag sieht das Buch toll aus. Während des Lesens wird das Bild auf dem Buchdeckel und das Bild hinter dem Buchdeckel beschrieben. Der Leser kann also gleich schauen, wie diese Bilder wirklich aussehen. 

Leider muss ich auch noch weitere Kritik am Buch äußern. Ab der Mitte des Buches kommt es vor, dass einige Sachverhalte oder Textstellen des Öfteren wiederholt werden, was mich spätestens beim dritten Mal wirklich genervt hat! 
Das am Ende des Buches bei Dan Brown meist alles anders kommt ist ja bekannt. Was dann aber wirklich kam, hat mich anfangs ziemlich umgehauen. Ich habe einige Stellen im Buch nachgelesen, weil mir manches komisch vorkam. Meiner Ansicht nach sind einige Logikfehler im Buch enthalten, die mich dann schon sehr geärgert haben.

Alles in allem ist dieses Buch ein typischer Dan Brown. Kurze Kapitel mit scharfen Schnitten und vielen Cliffhangern. Die Charaktere haben mich auch dieses Mal wieder überzeugt. Neben Robert Langdon, der mir seit jeher sympathisch ist, spielt Sienna eine wichtige Rolle. Ich mochte sie von Beginn an und habe von Anfang bis Ende an sie geglaubt. Der Bösewicht in diesem Buch heißt Bertrand Zobrist und auch er lässt mich zwiegespalten zurück. Genie trifft Psychopath... oder so ähnlich. 

Auch wenn das Schema nicht neu ist, wird das Buch durch die Thematik interessant. Vor allem das Ende ist und bleibt ein echter Paukenschlag und wird noch für viele Diskussionen sorgen!
Echten Dan Brown Fans kann ich dieses Buch natürlich trotz allem empfehlen! Sollte man bisher jedoch kein anderes Buch von ihm gelesen habe, sollte man auf jeden Fall mit einem anderen Beginnen.



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