[Reisebericht: Island] Reykjanes und Seltún

Wie im letzten Island Beitrag schon angekündigt, möchte ich euch heute eine weitere Attraktion auf der Halbinsel Reykjanes vorstellen.

Seltún ist ein Geothermalfeld, welches etwa 2km südlich vom See Kleifarvatn gelegen ist. Die Temperaturen unter der Oberfläche betragen stellenweise 200°C und das Wasser kocht noch immer, wenn es aus der Erde an die Oberfläche gelangt. 

Wie explosiv dieses Gebiet ist, hat sich im Jahr 1999 gezeigt. Isländische Energiefirmen haben eine Bohrung vorgenommen, mit der Idee, einen nahegelegenen Ort mit Energie aus Erdwärme zu versorgen. 1999 explodierte dieses Bohrloch jedoch und das Projekt wurde daraufhin fallen gelassen. 

Das Gebiet ist für Touristen zur Besichtigung offen. Holzstege schlängeln sich durch das Areal und führen den Besucher einmal im Kreis durch das Gebiet. Durch die Minerale, die an vielen Stellen aus dem Boden kommen, ist der Boden in vielen unterschiedlichen Farben gefärbt. 

Dieses Gebiet ist auf jeden Fall immer einen Abstecher wert, da es sich ständig verändert. Jedes Mal brodelt das Wasser an anderen Stellen und die Färbungen haben sich wieder verändert. Den extremen Schwefelgeruch hat man noch lange danach in der Nase...








[Quelle: Lonely Planet (Hrsg.) (2010): Island. 2. Auflage. Mairdumont. 404 Seiten]




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