[Rezension] Saphirblau von Kerstin Gier


Informationen zum Buch (Hardcover)
Erscheinungsdatum: Januar 2010
Verlag: Arena Verlag
ISBN: 978-3-401-06347-8
Preis: 16,99 
Seiten: 395
Reihe: 2/3
Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Erster Satz:
Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam.

Inhalt:
Gwendolyn weiß nicht viel über ihr Schicksal als Zeitreisende. Keiner gibt ihr Antworten auf ihre Fragen. Was sie jedoch weiß  ist, dass sie zusammen mit Gideon in die Vergangenheit reisen muss, um etwas Blut von den Zeitreisenden Lucy, Paul und Margret Tilney zu erhalten. Dies soll jedoch schwerer werden als angenommen, da Lucy und Paul vor sechzehn Jahren, zusammen mit dem Chronografen aus der Gegenwart in die Vergangenheit geflohen sind. Sie wollen aus unerkennbaren Gründen verhindern, dass der Blutkreis der insgesamt zwölf Zeitreisenden geschlossen wird. Nachdem Gwendolyn das erste Mal zusammen mit Gideon in die Vergangenheit gereist ist, findet sie sich nun küssend mit ihm in der Gegenwart wieder. Doch leider hält dieser Glücksmoment nicht lange an. Zurück im Hauptquartier der Wächter müssen die beiden davon berichten, dass sie verraten wurden und dass es eine undichte Stelle im inneren Kreises geben muss. Als Gideon einen Tag später verletzt von einem Zeitsprung zurückkehrt, beginnt er sich komisch gegenüber Gwendolyn zu verhalten. Er beginnt ihr zu misstrauen und spioniert ihr hinterher. Gwendolyn kann sich keinen Reim auf seine Verhaltensänderung machen. Zusätzlich trifft sie noch den Grafen und Großmeister, in der Vergangenheit der sie bedroht. Nur ihre Freundin Leslie, ein Teil ihrer Familie und der für alle anderen unsichtbare Wasserspeidämon Xemerius stehen ihr bei und versuchen ihr so gut wie möglich zu helfen.


Meine Meinung:
Der zweite Band der Edelsteintrilogie schließt sich unmittelbar an den ersten Teil der Reihe an. Nur wenige Sekunden vergehen zwischen dem Ende des ersten und dem Anfang des zweiten Buches. Dadurch hatte ich nicht das Gefühl in der Zwischenzeit, also zwischen den Büchern, etwas verpasst zu haben. Nach dem ersten Teil war ich gespannt, zu welcher Zeit das Buch wieder einsetzen würde und war nun umso glücklicher, dass ich mich in genau der gleichen Situation wiedergefunden habe. 

"Saphirblau" steht dem ersten Teil der Trilogie in Nichts nach. Die Geschichte wird erneut aus Gwendolyns Sicht erzählt und der Leser erfährt Stück für Stück mehr über die Zeitreisenden und die Wächter. Auch Ausschnitte aus den Chroniken der Wächter und aus anderen Dokumenten waren wieder zwischen den Kapiteln zu entdecken. Da ich nun schon etwas in die Materie eingetaucht war, habe ich viel mehr von diesen Dokumenten verstanden und konnte sie auch richtig einordnen. 

Die Charaktere haben sich natürlich kaum verändert, weil das Buch ja lückenlos an das erste anschließt. Zusammen mit Gwendolyn hatte ich Herzklopfen bei ihrem ersten Kuss mir Gideon, aber genauso stark habe ich auch mit ihr gelitten, als sich Gideon immer mehr von ihr abwendet. 
Ein neuer Charakter in diesem Buch ist der Wasserspeidämon Xemerius. Kerstin Gier ist es unglaublich gut gelungen diese Figur ins Buch einzugliedern und den Charakter heraus zu arbeiten. Xemerius ist zu einem ganz wichtigen Bestandteil des Buches geworden und ich kann mir das Buch ohne ihn nicht mehr vorstellen. Seine unglaublich anhängliche und freche Art, in welcher ich aber auch viel Zuneigung zu Gwendolyn erkennen konnte, macht diesen Charakter  zu etwas ganz Besonderem! 
Auch Lucy und Paul erscheinen in diesem Buch das erste Mal persönlich. Auch wenn das Aufeinandertreffen mit Gwendolyn und Gideon etwas radikal verlief, konnte ich beide Charaktere von Beginn an leiden und hegte sogleich große Sympathien für beide. 

Der Schreibstil ist wie schon zuvor im ersten Band unglaublich angenehm zu lesen. Es gibt kaum Holpersteine in der Sprache, über welche man beim Lesen stolpern könnte und wieder bin ich nur so über die Seiten geglitten ohne es wirklich mitzubekommen. Durch ihren unglaublich humorvollen Schreibstil ist es ihr immer wieder gelungen mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern. 

Das Ende des zweiten Teils ist meiner Ansicht nach ein echter Cliffhanger, welcher aber von einem abschließenden Rätsel im Buch etwas aufgelockert wirdEntschlüsselt man nämlich den Zahlencode am Ende des Buches, erfährt der Leser schon ein kleines Detail aus dem Folgeband. 

"Saphirblau" ist eine wirklich unglaublich tolle Fortsetzung des ersten Bandes und steht diesem auch in keinem Punkt nach. Ein absolutes Muss, wenn der erste Teil bereits gelesen wurde... 




1 Kommentar:

  1. Klingt nach einem weiteren glänzenden Leseerlebnis UND einer Reihe, die wir (Fantasyfans) gelesen haben müssen. Deine Empfehlung spricht für sich und für die Trilogie. Fabelhaft!

    Viele Grüße,
    Kora

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