[Rezension] Das Testament von John Grisham


Informationen zum Buch (Taschenbuch)
Erscheinungsdatum: 01.02.2000
Verlag: Heyne
ISBN: 3-453-17309-0 
Preis: 23,00€
Seiten: 511
Reihe: 1/1

Erster Satz:
Das dürfte der letzte Tag sein, und wohl auch die letzte Stunde.

Inhalt:
Troy Phelan hat sein Leben gelebt. Er hatte drei Ehefrauen, die ihm sieben Kindern geboren haben, welche weder mit Geld umgehen können, noch mit ihrem Leben zurecht kommen. Sein Vermögen beläuft sich auf 11 Milliarden Dollar, was ihn zum reichsten Mann der USA macht. Seine Exfrauen und Kinder bedeuten ihm wenig, da diese nur auf das Geld aus sind. Als Troy Phelan sich aus dem 14. Stock eines Hochhauses stürzt, beginnen seine Angehörigen bereits das Geld auszugeben. Doch als nach einem Monat das Testament verlesen wird geschieht etwas, womit niemand gerechnet hat. Troys gesamtes Vermögen vermacht er seiner unehelichen Tochter Rachel, welche als Missionarin irgendwo im Pantanal arbeitet. Nick, der gerade eine erneute Entziehungskur hinter sich gebracht hat, begibt sich auf die Suche nach Rachel und erlebt das Abenteurer seines Lebens, welches ihn vollkommen verändern wird. In seiner Heimat entbrennt unterdessen ein Kampf um das Geld, welches noch nicht ganz verloren scheint.


Meine Meinung:
Die ersten Seiten des Buches "Das Testament" haben mich total umgehauen. Der reichste Mann der Welt lässt seine Kinder glauben, dass er ihnen jeweils einen Teil seines Vermögens vermacht, ändert dann das Testament in letzter Sekunde und stürzt sich aus dem Fenster eines Hochhauses. Und er weiß genau, dass dies der Zeitpunkt ist, an dem seine Familie beginnt das Geld auszugeben. Er hat alles genauestens geplant und stürzt sich mit den Gedanken in den Tot, seine Familie ein letztes Mal hinters Licht geführt zu haben.  
Die Handlung des Buches beginnt in den USA bevor sie zwischen der Welt des Pantanals und den USA hin und her wechselt. Der Spagat zwischen beiden Welten gelingt John Grisham gut, und ich fand das Buch so gut wie nie langweilig.
Der Abschnitt, in welchem sich Nick ins Pantanal begibt, zieht sich über einen großen Teil des Buches. Für mich war dies jedoch nie langweilig, da ich die Schilderung Grishams als sehr bildhaft und lebendig empfunden habe. Um eine solch realitätsnahe Schilderung des Pantanals abgeben zu können, begab sich John Grisham zuvor, zusammen mit einem Freund, selbst ins Pantanal. Diese gesammelten Erfahrungen machen die Beschreibung des Pantanal zu einem besonderen Erlebnis. 
Die Charaktere der Buches sind sehr vielfältig und teilweise konnte ich die Namen der Kinder, Exfrauen und Anwälte nicht mehr richtig zuordnen. Im Allgemeinen stellt dies jedoch kein großes Problem dar. Für mich persönlich war es nicht wichtig all die Namen zu kennen. Nick und Rachel sind die Charaktere, welche im Mittelpunkt stehen und auch ziemlich detailliert beschrieben werden. Mit Nick konnte ich mich zu Beginn kaum identifizieren. Ich empfand ihn als unsympathisch und schwach. Im Nachhinein denke ich, dass auch Nick selbst, sich rückblickend so gesehen hat. Im Laufe seiner Reise verändert sich Nick jedoch von Grund auf und mit jeder Veränderung erscheint er mir sympathischer. Rachel fand ich von Beginn an sympathisch. Ich bewundere sie für die Stärke genau dieses Leben zu wählen und für die Zufriedenheit, welche sie darin fand.
Auch wenn das Ende nicht meinen persönlichen Vorstellungen entsprach (an dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten), ist dieses Buch ein wirklich gut gelungener und interessanter Roman, welcher sich jedoch grundlegend von Grishams anderen Bücher unterscheidet. 




Kommentare:

  1. Hört sich für mich nach einem typischen Grisham an.
    Deine Rezension hast du wirklich schön unterfüttert, sodass sie überzeugt und Interesse weckt.

    Liebe Grüße von mir

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    1. Danke für die lieben Worte!
      Liebste Grüße

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