~Reisebericht: Island~
Weihnachtsmännchen

Die isländischen Weihnachtsmännchen
Schon vor dem 18. Jahrhundert gab es nach dem isländischem Volksglauben (unterschiedlich je nach Landesteil) Weihnachtsmännchen. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es offiziell 13 Weihnachtsmännchen. Diese 13 Männchen kommen vor Weihnachten (jeden Tag einer) aus den Bergen hinunter zu den Menschen gestiefelt, um den Menschen die Dinge zu stehlen, welche in dieser kalten und dunklen Jahreszeit am dringendsten benötigt werden. 
Die Mutter dieser 13 Strolche heißt Grýla (Bild 1) und lebt hoch oben in den Bergen.
 
Am 12. Dezember kommt das erste Weihnachtsmännchen. Der Schafeschreck (Stekkjastaur) kommt, um die Schafe zu stören und sie zu ängstigen. Am folgenden Tag kommt der Klammenkerl (Giljagaur), welcher sich sogleich in den Kuhstall begibt, um den Kühen die Milch zu stehlen.
Am 14. Dezember stiefelt Stöpsel (Stúfur) (Bild 2) aus den Bergen herbei, um den Braten aus der Pfanne zu stehlen. Am nächsten Tag kommt der Kellenlecker (Þvörusleikir). Er ist lang und dürr und nascht nach dem Backen alle Kellen ab. Am 16. Dezember kommt der Topfkratzer (Pottasleikir) aus den Bergen, um die benutzten Töpfe nach dem Backen und Kochen auszulecken. Der Suppenschlürfer (Askasleikir) folgt am 17. Dezember und wartet bis nach dem Essen, um dann unter dem Bett hervor zu krabbeln und den Rest der Suppe zu Essen. Sechs Tage vor Weihnachten kommt der Türenknaller (Huðaskellir) bei Nacht und knallt die Türen mit aller Macht. Am 19. Dezember kommt der Quarkfresser (Skyrgámus) und löffelt den frisch hergestellten Quark weg, woraufhin am 20. Dezember der Würstchenklauer (Bjúgnakrækir) (Bild 6) kommt und die Würstchen klaut. Einen Tag später sollte man die Fenster gut verschließen, da der Fenstergucker (Gluggagægir) (Bild 3 & 4) kommt, von Haus zu Haus läuft und schaut in alle Fenster. Am 22. Dezember kommt der Türenschnüffler (GáttaÞefur), um an den Türen zu schnüffeln und so die gute Beute zu finden. Einen Tag vor Weihnachten kommt der Fleischangler (Ketkrókur), setzt sich auf die Dächer und angelt durch den Schornstein das Fleisch. Zu Heiligabend kommt der Kerzenschnorrer (Kertasníkir) und stielt die ganzen Kerzen aus den Häusern.   

Jedes Jahr findet in Reykjavik eine Challenge statt, bei welcher die Kinder in der Stadt die Weihnachtsmännchen suchen, auf einer Karte festhalten und damit bei einem Gewinnspiel mit machen. Auch ich habe letztes Jahr mitgemacht und einige der Männchen versucht auf Bildern festzuhalten.



























 



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